Arbeiterbewegung und -kämpfe

Rene am 02.08.2020 13:19 Uhr

Am 1.8. fand, wie auch rf-news berichtet, in Berlin eine Demonstration mit bis zu 20.000 Teilnehmern statt. (siehe LINK unten) Aufgerufen hatten offensichtlich reaktionäre, faschistoide, faschistische Kräfte.
rf-news schreibt dazu: "Selbst wenn ein Teil der Demonstranten es mit dem Protest gegen Abbau demokratischer Rechte ehrlich meinte, so hat die Aktion insgesamt einen massenfeindlichen und reaktionären Charakter."
Doch gerade hier liegt der Hase begraben, wie man so schön sagt. Ich bin sicher, diese Feststellung in dem Artikel trifft auf einen nicht geringen Teil der Teilnehmer zu. Doch genau das muss immer wieder untersucht und hinterfragt werden:

Was bringt so viele Menschen dazu, Aufrufen von Reaktionären zu folgen, Nazis hinterherzulaufen, sie nicht als das zu erkennen, was sie sind?
Und warum folgen selten genug so viele Menschen den Aufrufen von fortschrittlichen Kräften?
Ich halte das für grundsätzliche Fragen.

Ich weiß natürlich, dass es viele zahlenmäßig mindestens ebenso viele fortschrittliche Demonstrationen gibt und das ist ein sehr wichtiger und positiver Aspekt.
Ich weiß aber auch: in Dresden bei den Pegida-Demos sind immer noch sehr viele, zu viele Teilnehmer, bei Gegendemos in nächster Nähe schon deutlich weniger. Und bei den Kundgebungen der Montagsdemobewegung sind es in der Regel so ungefähr 10 Leute, die dabei sind, Passanten, die kurz stehenbleiben, nicht mitgerechnet.

Ich will hier nicht pessimistisch erscheinen, das bin ich nicht, zu den Montagskundgebungen in Dresden geh ich so oft ich kann. Aber mich beschäftigen die Hintergründe der zahlenmäßigen, hier aufgezeigten Diskrepanz.


https://www.rf-news.de/2020/kw31/ohne-mundschutz-und-abstand-unsinnige-demo-gegen-gesundheitsschutz

Andreas am 28.07.2020 06:36 Uhr

Zum Thema Airbus:
Auf jeden Fall hat L. recht: Nur wer kämpft kann gewinnen.
Ein Kampf von einer Belegschaft wie bei Airbus würde bundesweit Aufsehen erregen. Die Solidarität vieler Belegschaften, vieler Menschen in Deutschland und auch der MLPD wäre ihm sicher.
rf-news hat dazu am 15.7. und 16.7. berichtet:
https://www.rf-news.de/2020/kw29/proteste-gegen-entlassungen-bei-airbus
https://www.rf-news.de/rote-fahne/2020/nr15/airbus-beschaeftigte-im-kampf-gegen-massive-arbeitsplatzvernichtung
Interessieren würde mich, wie denn die Diskussion um den Kampf weitergegangen ist.

Solidarische Grüße!

L. am 06.07.2020 19:45 Uhr

Moin! Warum steht eigentlich noch nichts dazu auf RF News, dass vor fast einer Woche Airbus angekündigt hat, 15.000 Arbeitsplätze zu vernichten?
Uninterssant, weil es gerade so viele Entlassungen gibt, die überall angekündigt werden? Uns Kollegen interessiert es jedenfalls sehr!
Wir fragen uns zur Zeit, ob wir überhaupt ein Druckmittel haben, falls wir jetzt streiken würden. Wirtschaftlich eher nicht, jetzt wo Kurzarbeit läuft...? Aber politisch sehr wohl! Es wäre ein Signal auch an alle anderen!
Viele Kollegen überlegen, jetzt bloß nicht aufzufallen. Als SAT 1 am Werkstor interviewen wollte, sagte man lieber nichts, denn man wolle ja nicht "als erster auf der Liste stehen". Mit der Haltung fängt aber niemand an... Einen Kampf startet man gemeinsam - und beendet ihn gemeinsam! Das schließt den Ausschluss von Maßregelungen ein.
Zur Zeit jagen Zahlen auf Zahlen, wo, wie viele, welcher Bereich usw. Summen stimmen nicht - 1000 mehr, 100 weniger, wen interessiert es? Uns! Denn jede Ziffer ist eine Familie. Um die geht es, nicht um die viel gepriesene Wettbewerbsfähigkeit von Airbus, die gerettet werden müsste...
Diskutieren tun wir Fragen, die unklar sind. Dahinter steckt verborgen, was klar ist: 1. Riesen Sauerei! 2. Es muss gekämpft werden. 3. Mit Corona hat das nichts zu tun! 4. Wir wollen und müssen uns einig werden.
Ihr merkt, alles noch ein bisschen ungeordnet (ok für ein Diskussionsforum, oder?). Wir sind noch im Verarbeitungsprozess, aber der ist hoch spannend! Die meisten von uns waren noch nie in der Situation, dass "betriebsbedingte Kündigungen" drohen und haben keinen Plan B - der zur Zeit ja auch höchst unsicher wäre...

Wolfgang am 03.07.2020 18:16 Uhr

Es reicht nicht, zu sagen: wir zahlen nicht für Eure Krise!
Gestern machten Genossinnen und Genossen der MLPD bei Daimler Untertürkheim einen Einsatz mit der Broschüre „Kapitalismus ist Krise – Wir sind der Fortschritt!“. Viele Kolleginnen und Kollegen sehen, dass der Kapitalismus in der Krise ist. Die meisten stimmen uns zu, dass die Arbeiter die Krise nicht zu verantworten haben und es deshalb nicht sein kann, wenn wir jetzt dafür bluten sollen.
Aber was tun – da gehen die Meinungen auseinander. Einige meinen, da ist die IG Metall bereits dran. Ja, für Autokaufprämie, mit denen die Autokonzerne mit unseren Steuergeldern gepampert werden sollen – so in der neuen Metall-Zeitung. Kein Wort von der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Denn die IG Metall- und Betriebsratsspitzen machen immer mehr die schlechte Geschäftsentwicklungen der Firmen zum Ausgangspunkt, statt die der Arbeiterinteressen. Und deshalb wollen sie sich auch nicht mit dem Kapital anlegen. Das ist aber notwendig – und zwar mit größerer Härte und Geschlossenheit mit unseren Gewerkschaften!
Eine neue Erfahrung war, dass die Arbeitszeitverkürzung auf Kosten der Profite viel ernsthafter, aber auch kontroverser im Betrieb diskutiert wird. „Wer soll das denn bezahlen?“ „Willst Du jetzt den Daimler ruinieren?“ Doch wenn wir fragten, wo die Rekordprofite der letzten 10 Jahren von 102 Mrd Euro (EBIT) hin sind oder auf die Produktivitätssteigerung von 51% (Pro-Kopf-Umsatz) hinwiesen, da wurden manche Kollegen nachdenklich.
Andere finden die Forderung richtig, haben aber Bedenken, ob man das in Krisenzeiten mit Kampf durchsetzen kann. Das verkennt aber, dass die Firmen noch mehr unter Konkurrenzdruck stehen und die Arbeiter brauchen, um schneller und günstiger das zu produzieren, was gerade geht.

Andreas am 01.07.2020 10:20 Uhr

Bei VW schrieben vor einem Monat die Werks- VK- Leiter einen Brief an den Vorstand, in dem sie sich "besorgt" zeigten und für eine "gute Markteinführung des Golf 8" eintraten. Leider kein Wort von wirklichen gewerkschaftlichen Forderungen wie eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich oder für die Übernahme der restlichen Leiharbeiter und der Azubis. Gegen diesen Sozialchauvinismus müssen wir die Gewerkschaften zu Kampforganisationen machen.
Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, von wem die Angriffe ausgehen. Die Ankündigungen der Arbeitsplatzvernichtung nehmen zu. Die Ankündigungen bei ZF und BMW, die Entlassungen bei Sitech (VW- Tochter) in Hannover sind erst ein Anfang. Bei Sitech gab es mutige Kämpfe dagegen: https://www.rf-news.de/2020/kw24/guetertermin-sitech-vw-kollegen-wir-geben-definitiv-nicht-auf-nicht-im-gericht-nicht-auf-der-strasse
Es ist Ausdruck eines hohen Klassenbewusstseins, wenn die TKSE - Kollegen für die Übernahme eines ihrer Kollegen aus der Leiharbeit streiken, diesen Weg müssen wir Arbeiter gehen: https://www.rf-news.de/2020/kw26/kaempferische-entschlossenheit-weitermachen
Bei Diskussionen mit Kollegen zur Einweihung der Lenin- Statue habe ich festgestellt, dass viele Lenin gar nicht kennen oder ein unterschwellig negatives Bild aus den Massenmedien haben. Doch eine sachliche Diskussion war mit allen möglich und sie hatten alle nach den Gesprächen ein objektiveres und positives Bild von Lenin bekommen. Fertig zu werden mit dem Antikommunismus ist entscheidend in der heutigen Zeit, damit aus dem allgemeinen Willen, dass sich etwas ändern muss, eine Klarheit über den Sozialismus wird.

Wolfgang am 12.06.2020 10:13 Uhr

Wie positioniert sich die IG Metall zu Angriffen von Monopolen/-verbänden?

„Gesamtmetall“ will erkämpfte soziale und ökologische Errungenschaften breit angreifen: Weg mit der „abschlagsfreien“ Rente, der Mütterrente. Senken des Rentenniveau , „ihrer“ Beiträge zur Krankenversicherung. Schleifen der Einschränkung von Befristungen vom Tisch, Schutzrechte bei der gesetzlichen Höchstarbeitszeit; des Kündigungsschutzes …

Mit einer Petition „Solidarität gewinnt!“ reagiert die Bezirksleitung der IG Metall BaWü auf diese Angriffe und auf die seit dem Null-Tarifabschluss immer lauter werdende Kritik am Krisen-Co-Management der IGM-Spitze, wozu die MLPD beigetragen hat. Dort heißt es:
„Gemeinsam durch die Krise heißt nicht, dass die Beschäftigten in der Industrie ihre Jobs verlieren und Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Dagegen setzen wir uns entschieden zur Wehr.“ Doch das Kapital kann die Überproduktionskrise nur überwinden, indem es Arbeitsplätze vernichtet, die Ausbeutung von Mensch und Natur verschärft und die Konkurrenz an die Wand drückt. „Gemeinsam aus der Krise“ kann deshalb nie die Losung der Arbeiterbewegung sein.
Zu was das führt, zeigt sich in der Petition, wo die wichtigste Forderung nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich nicht auftaucht. Statt sich insbesondere mit den Autokonzernen anzulegen, werden deren Forderung nach Kaufprämie u.a. unterstützt. Der Bezirksleiter Roman Zitzelsberger signalisiert gar die Bereitschaft, einer „fairen Lastenverteilung“ und „temporär etwas reinzugeben“, also von Zugeständnissen und Opfern! Nein, die Gewerkschaften müssen unsere Kampforganisation sein – und deshalb muss die gewerkschaftliche Vertrauensleutearbeit wieder ins Laufen gebracht werden!

Veronika am 07.06.2020 13:30 Uhr

Eine kämpferische Gewerkschaftsarbeit ist notwendiger denn je.
Ich bin zwar nicht mehr berufstätig, aber noch Mitglied der IGBCE. Ich war empört, wie einige Betriebsratsspitzen den ganzen Sinn und Gehalt der Arbeitersolidarität verfälschen, um selbst in der Krise noch die Klassenzusammenarbeit aufrecht zu erhalten und die Interessen der "notleidenden Wirtschaft" zu bedienen. Im Mitgliedermagazin vom Mai wurde berichtet, dass bei der Total Raffinierie Mitteldeutschland in Leuna seit dem 22. März "jeweils 120 Kollegen der Raffinerie über Tage und Nächte hinweg zusammen kaserniert" sind, an fünf Tagen in der Woche mit 12-Stunden-Schichten! Und der Betriebsratsvorsitzende kommentiert dazu: "Wir sitzen alle in einem Boot. Die Solidarität ist groß. Einsatz- und Opferbereitschaft der Kollegen überwältigend." Solidarität zur Rettung der Profite? Naja, die Raffinerie produziert schließlich so systemrelevante Produkte wie z.B. Treibstoff für Flugzeuge. Da muss man sich doch mal ins Zeug legen. Damit waren offensichtlich aber nicht alle Kollegen einverstanden, denn er beeilte sich auch gleich zu erklären, dass Betriebsvereinbarungen, Gesetze und Tarifverträge weiter gelten würden und "Nachverhandlungen unerlässlich" wären. Hier braucht es kämpferische Gewerkschafter, die unsere Gewerkschaft nicht zu einem Anhängsel der Monopole verkommen lässt, Gewerkschafter, die für ausreichenden Gesundheitsschutz in der Produktion und für die 30-Std.-Woche bei vollem Lohnausgleich gegen Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Krise ihren Kollegen den Rücken stärken.
Mein Leserbrief dazu wurde nicht veröffentlicht!

Wolfgang am 04.06.2020 15:32 Uhr

„Die gewerkschaftliche Arbeit liegt danieder!“

Dies hörte ich bereits mehrfach von Kolleginnen und Kollegen bei Daimler: „Bei uns finden seit dem Corona-Ausbruch keine VL-Versammlungen mehr statt; werden Regel-Kommunikationstreffen nur mehr sporadisch durchgeführt, ist tote Hose, was die gewerkschaftliche Arbeit angeht!“. Und das, obwohl es wahrlich genug zu besprechen und durchzusetzen gilt. So erzählte mir ein Kollege, dass es beim Hochfahren der Produktion nicht um den Gesundheitsschutz gehe, sondern nur die Bereiche ranklotzen sollen, die für Daimler gerade wichtig und profitabel sind. Und während die einen mehr Maschinen bedienen oder schneller arbeiten sollen, haben andere Kurzarbeit, bei weniger Geld! Eine komplizierte Gemengenlage, die geradezu nach Klärung und Zusammenschluss der Kollegen schreit.
Die Kritik am Kapitulationskurses und Krisen-Co-Management der IG Metall-Führung, wie er beim skandalösen Null-Tarifabschluss und in der Absage des 1.Mai auf der Straße deutlich wurde, stößt aber immer mehr auf Kritik. Dazu hat nicht unwesentlich die Kritik und Überzeugungsarbeit der MLPD beigetragen. Darauf hat jetzt Bezirksleitung der IG Metall BaWü mit einer Kampagne „Solidarität gewinnt!“ reagieren müssen. Dort heißt es: „Für uns steht fest: Gemeinsam durch die Krise heißt nicht, dass die Beschäftigten in der Industrie ihre Jobs verlieren und Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Dagegen setzen wir uns entschieden zur Wehr.“. Doch wer jetzt klare Forderungen zum Schutz der Gesundheit, Arbeitsplätze oder Umwelt erwartet, der wird enttäuscht sein. Auch bleibt es seitens der IG Metall-Führung bei einer bloßen Ankündigung der „Gegenwehr“.
Es wäre wichtig zu wissen, wie in dieser Situation die Gewerkschaftsarbeit organisiert werden kann.

Susanne Bader am 24.05.2020 15:25 Uhr

Ich stimme Andreas zu, wenn er fordert, dass wir uns in den Gewerkschaften offensive Forderungen überlegen sollten, beim überlegen darf es aber nicht bleiben. Was im Moment ans Licht der Öffentlichkeit kommt, ist eine nie dagewesene Vernichtung von Arbeitsplätzen mit weitreichenden Folgen für die ganze Gesellschaft. Das müssen wir mit exakten Zahlen für die Betriebe publik machen. Das ist ein Generalangriff auf die Arbeiterinnen und Arbeiter und ihre Familien. Ich denke, wir müssen uns auch überbetrieblich austauschen. So sind die Beschäftigten des Gesundheitswesen Teil dieses Industrieproletariats. Und sie haben sich in den letzten Jahren als kämpferisch erwiesen, denken wir nur an die Streiks für Tarifverträge in Bad Langensalza etc.

Andreas am 21.05.2020 09:13 Uhr

Gestern traf ich einen Freund, der in einem Auto- Riesenwerk arbeitet. Er erzählte mir von früher nicht gekannten Zweifeln an seiner Perspektive in der Firma: "Ich bin jetzt 10 Jahre in der Firma und kriege langsam wirklich Angst. Ich habe vorher bei vielen kleineren Firmen gearbeitet und dachte nun, dass ich hier alt werden kann. Was wenn kaum mehr Leute Autos kaufen? Was wenn die sagen: 10.000 müssen weg? Wer wird das sein?"
Er hat recht, dass die ganzen Vereinbarungen zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen alle "Ausstiegsklauseln" enthalten. Bei "Änderung der wirtschaftlichen Grundbedingungen" ist da kein Unternehmen mehr daran gebunden.
Ich sagte ihm, dass man ja die Produktion auch umstellen könnte auf eBikes und andere Bestandteile einer grundsätzlichen Veränderung des ganzen Verkehrssystems - weg vom Verbrennen fossiler Energieträger. Das wird allerdings im Kapitalismus höchstens in Ansätzen gelingen.
Statt Angst vor der Zukunft sollten wir uns in der IGM und in den anderen Gewerkschaften offensive Forderungen überlegen wie die 30h Woche bei vollem Lohnausgleich. Und wir brauchen mehr Diskussionen über die gesellschaftlichen Perspektiven. Was meint ihr?

Andreas am 08.05.2020 13:37 Uhr

Danke an die Moderation für den interessanten Artikel. Ich war selbst am 1. Mai auf der Straße und habe erlebt, wie viel Menschen, Bündnisse und Organisationen das Bedürfnis nach einem öffentlichen 1. Mai hatten.
Ich bin selbst Arbeiter und habe in den letzten Wochen erlebt, wie sich ein höheres Bewusstsein über Gesundheit und Hygiene am Arbeitsplatz entwickelt hat. Das stand und steht in Verbindung mit einem gewachsenen Selbstbewusstsein, entsprechende Maßnahmen auch in den Betrieben zu fordern. Das sind sehr wichtige Entwicklungen.
Inzwischen fahren viele Betriebe wieder an. Die vereinbarten Gesundheitsmaßnahmen legen die ganze Verantwortung in die Hände der Arbeiter. Was sich auf dem Papier manchmal ganz gut anhört, das funktioniert in der Wirklichkeit oft einfach nicht. Die Herren und Damen vom Management machen weiter Home Office und wir müssen es ausbaden. Wir können und müssen selbstbewusst entscheiden, wo wir nicht mehr weitermachen - Unsere Gesundheit geht vor!
Die Kritik an der Kapitulation der Gewerkschaftsführung mit dem Tarifergebnis kann ruhig noch lauter werden. Wir dürfen uns nicht beeinflussen lassen von der regelrecht eingepeitschten Stimmung: "Alle gemeinsam durch die Krise". Mich trennt von den Kapitalisten und Werksherren auch in der Corona- Krise noch genau so viel wie vorher.

Die Moderation am 04.05.2020 14:47 Uhr

Ein sehr lesenswerter Überblick und Einschätzung der weltweiten Aktivitäten zum 1. Mai 2020 findet sich auf www.rf-news.de:
1. Mai: Zukunftsträchtiges Signal und hart erkämpft in einer besonderen Situation.
Dieser 1. Mai fand in einer bisher nicht dagewesenen Situation tiefer Einschnitte im Leben der Arbeiterklasse und der Massen weltweit statt. Seit Herbst 2018 entwickelte sich eine Weltwirtschafts- und Finanzkrise, die jetzt durch die Corona-Pandemie dramatisch vertieft wird.
Weltweit ergriffen Organisationen wie die ICOR und der ILPS die Initiative zu einem kämpferischen 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse. Die ICOR (Internationale Koordinierung Revolutionärer Organisationen) erklärte: „An diesem 1. Mai müssen die internationale Arbeiterklasse und ihre Verbündeten den Kampf zur Bewältigung der doppelten Krise des imperialistisch-kapitalistischen Systems - der Coronavirus-Pandemie und der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise – führen.“ Trotz zum Teil schwierigen und komplizierten Bedingungen fanden auch diese Jahr weltweit Aktivitäten und kämpferische Aktionen statt...
weiterlesen: https://www.rf-news.de/2020/kw18/zukunftstraechtiges-signal-und-hart-erkaempft-in-einer-besonderen-situation

Die Moderation am 03.05.2020 14:59 Uhr

Arbeiterbewegung und -kämpfe