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Comment Re: Arbeiterbewegung und -kämpfe
Zum Thema Airbus:<br /> Auf jeden Fall hat L. recht: Nur wer kämpft kann gewinnen.<br /> Ein Kampf von einer Belegschaft wie bei Airbus würde bundesweit Aufsehen erregen. Die Solidarität vieler Belegschaften, vieler Menschen in Deutschland und auch der MLPD wäre ihm sicher.<br /> rf-news hat dazu am 15.7. und 16.7. berichtet:<br /> https://www.rf-news.de/2020/kw29/proteste-gegen-entlassungen-bei-airbus<br /> https://www.rf-news.de/rote-fahne/2020/nr15/airbus-beschaeftigte-im-kampf-gegen-massive-arbeitsplatzvernichtung<br /> Interessieren würde mich, wie denn die Diskussion um den Kampf weitergegangen ist. <br /> <br /> Solidarische Grüße!
Comment Re: Auswirkungen auf die soziale Lage
Heute (21.7.) berichtet die Tageszeitung "Sächsische Zeitung" (SZ) dass für Kurzarbeitergeld im kommenden Jahr Steuern nachgezahlt werden müssen. Laut Presse ein Siebtel bis ein Zehntel des Kurzarbeitergeldes. Für alle von Kurzarbeit Betroffenen, insbesondere für solche, die zum einen ohnehin schon Geringverdiender sind und die, die monatelang von Kurzarbeit betroffen sind und inzwischen hunderte von Euro eingebüßt haben, wird das eine weitere enorme Belastung werden. <br /> Meines Erachtens ist es notwendig, der Regelung bzgl. Steuernachzahlung (zumindest bis zu einer bestimmten Summe {wenn jmand, sagen wir, 10.000 EURO im Monat hat, tut ihm das auch nicht weh, wenn er eine Zeit lang "nur" 8.000 hat}) mit aktivem Widerstand zu begegnen. Große Konzerne machen selbst jetzt ihre Gewinne, sprich: Profite. Das sollte die Quelle sein, aus der die fehlenden Steuereinnahmen ausgeglichen werden müssen. <br /> Wie steht die MLPD dazu? Und übrigens auch zu der Frage der "Reichensteuer", die schon öfter als Idee durch die Medien ging?
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Wir veröffentlichen jetzt endlich eine Quellensammlung zu Hinweisen auf einen möglichen künstlichen Ursprung des Sars-CoV-2. Der Diskussionsteilnehmer Götz hatte sie bereits im April angekündigt. Zunächst dauerte es etwas, bis die Sammlung zusammengestellt war. Dann haben wir aber den Vorgang hier aus den Augen verloren. Das bitten wir zu entschuldigen. Auch wenn die Diskussion inzwischen schon weiter ist, möchten wir den Beitrag hier nachträglich zur Verfügung stellen. Er steht als PDF zur Verfügung:<br> <br> https://www.rf-news.de/2020/kw15/200420-quellensammlung-zum-ursprung-von-corona-zur-verlinkung-beitrag-goetz-diskforum.pdf
Comment Re: Die Weltwirtschafts und Finanzkrise und ihre Folgen
Bei der Pandemie sprechen bürgerliche Ökonomen von einem exogenen Schock ( https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schock_(Volkswirtschaftslehre) ). Hier zwei Statements zu der Krise von Prof. Dr. rer. pol. Kay Hempel und Professor Dr. oec. habil. Jan Schnellenbach:<br /> <br /> https://www.b-tu.de/forschung/forschung-aktuell/finanzen-im-lockdown<br /> https://www.b-tu.de/forschung/forschung-aktuell/wirtschaft-im-lockdown<br /> <br /> Viel Spaß beim Lesen!
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Hier ein Interview mit dem Gesundheitswissenschaftler Prof. Dr. PH Jacob Spallek MSc. von der BTU Cottbus zu den Themen<br /> <br /> 1. Vergleich SARS-CoV-2 mit der Gruppe<br /> 2. Zweite Welle<br /> 3. Exit-Strategie<br /> <br /> Viel Spaß beim Lesen:<br /> http://www.b-tu.de/forschung/forschung-aktuell/risikogruppen-mit-hoechster-aufmerksamkeit-schuetzen
Comment Re: Frauen und Familie
Dass in Coronazeiten das Recht auf Homeoffice zu begrüßen ist, sehe ich genau so wie in den rf-news Artikel. Dass das Recht auf Homeoffice "unbedingt" (wie in https://www.rf-news.de/ueberarbeitung-notwendig/kritische-auseinandersetzung-zu-homeoffice-angebracht genannt) zu begrüßen ist, ziehe ich in Zweifel. <br /> Es gibt Homeoffice (früher hieß das Heimarbeit, Verwandte von mir haben das in DDR Zeiten in den 1970ern gemacht) bereits länger, nicht erst seit Corona. <br /> In Einzelfällen mag Homeoffice gut sein, speziell um Menschen mit gesundheitlich starken Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen zu können. <br /> Nicht als Allgemeinregelung. Nicht zu Coronazeiten und nicht davor oder danach.<br /> Aber aus dem "Recht" leiten zuweilen die Unternehmen ihr Recht auf Aufforderung oder Verordnung von Homeoffice her. Das sind Erfahrungsberichte von Frauen, die das erleben. <br /> Praktische Folgen: Die eigene Wohnung wird zum Arbeitsplatz. <br /> Erfahrungsberichte besagen, dass in Homeoffice mehr gearbeitet wird, weil man ja die Arbeit fertigbekommen will. (Der Chef wird sich dann die Hände reiben, denn im Büro sagt man zum Feierabend, am nächsten Tag gehts weiter und zu Hause packt einen der - falsche - Ehrgeiz). Zudem wird durch Homeoffice die direkte Verbindung mit den Kollegen unterbrochen. <br /> Frauen, die das machen, berichten, dass das - auch ohne Kinder - erstmal reizvoll erscheint, aber dann immer mehr belastet. Vor allem, weil Arbeits- und privater Bereich nicht mehr getrennt sind. Das ist aber wichtig, das trennen zu können. Jetzt, im Kapitalismus und auch wenn es mal echten Sozialismus geben wird, wird diese Trennung genauso wichtig sein. Denn jede(r) muss nach der Arbeit auch abschalten, entspannen können. Wenn der intime Bereich zugleich Arbeitsstelle ist, geht das nicht.
Comment Re: Auswirkungen auf die soziale Lage
Persönlich bin ich derzeit wütend über das Krisenmanagement der Regierung.<br /> <br /> Ich bin Angehöriger der Risikogruppe, weil ich zwei coronarelevante Grunderkrankungen habe. Das führt bei mir seit dem 18.3.2020 zu einem behördlichen Verbot, das Betriebsgelände meines Arbeitgebers zu betreten. Ich bin also seit knapp vier Monaten daheim. Das führt zu verminderten monatlichen Lohnzahlungen und zum Wegfall von Urlaubs- und Weihnachtsgeld, weil dem Betrieb die Produktionserlöse eingebrochen sind. Immerhin war der Betrieb zwei Monate aufgrund behördlicher Anordnung komplett dicht und arbeitet momentan mit halber Belegschaft, weil die Hälfte an Grunderkrankungen leidet.<br /> <br /> Meine Sachbearbeiterin hat mir gesagt, ich könnte nur dann arbeiten kommen, wenn ich entweder kurz vor der Einweisung in die Psychiatrie stünde oder eine fachärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung betreffend meiner Grunderkrankungen bringe.<br /> <br /> Meine Kritik ist daher, dass es immernoch keine Konzepte gibt, Risikogruppen ausreichend zu schützen. Stattdessen werden Risikogruppen offensichtlich einfach weggesperrt.<br /> <br /> Wie ist Eure Meinung zum Umgang mit Risikogruppen und deren Schutz?
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
@Rene,<br /> <br /> Prof. Ioannidis ist ein amerikanischer Wissenschaftler. Er schreibt in dieser Metastudie, dass er 23 Studien ausgewertet hat, von denen die meisten in den Epizentren der Pandemie erstellt wurden. Ich denke, das ist nicht nur auf Deutschland bezogen, sondern international.<br /> <br /> Mir liegt an einer Klärung der Gefährlichkeit des Coronavirus, nicht an einer Verharmlosung.<br /> <br /> Hier noch ein deutscher Artikel zu diesem Thema:<br /> https://www.heise.de/tp/features/Wie-gefaehrlich-ist-Covid-19-im-Vergleich-zur-saisonalen-Grippe-4790313.html
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
@ Bernd<br /> Da die verlinkte Seite auf englisch ist und ich das nicht vollständig lesen kann, gestatte ich mir die Frage:<br /> Die Angaben zu Anzahl der Todesfälle unter allen Infizierten, ist das weltweit oder auf Deutschland beschränkt oder …?<br /> <br /> Jedenfalls möchte ich – als Gegner jeder Panikmache aber Befürworter aller gerechtfertigten Vorsichtsmaßnahmen – davor warnen, mit Worten wie „Damit scheint Corona weit weniger gefährlich, als bisher angenommen.“ das ganze – bewusst oder unbewusst – zu verharmlosen. <br /> Es gibt inzwischen seit einiger Zeit Kräfte, zum Teil eindeutig der rechten Ecke zuordnenbar, die speziell in sozialen Netzwerken wettern, dass wir alle verar… wurden, dass das mit den Masken sowas von unmöglich sei etc. Inclusive der Tatsache, dass inzwischen – in sozialen Netzwerken (und ob die Verfasser entsprechender Posts real existierende verschiedene Menschen sind, kann man nicht beurteilen) – Befürworter von Vorsichtsmaßnahmen (Masken im ÖPNV z.B.) beschimpft werden.<br /> <br /> Nebenbei: ich bin heilfroh, dass weder ich noch irgendwer aus meinem persönlichen Bekanntenkreis mit Corona infiziert ist. Das veranlasst mich aber nicht zum Leichtsinn.
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Es gibt jetzt verlässliche Angaben zu Anzahl der Todesfälle unter allen Infizierten bezüglich Corona. Laut einer Studie von Prof. John Ioannidis liegt diese bei 0.02% bis 0.78% (median 0.25%). Damit scheint Corona weit weniger gefährlich, als bisher angenommen.<br /> <br /> https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.13.20101253v2
Comment Re: Arbeiterbewegung und -kämpfe
Moin! Warum steht eigentlich noch nichts dazu auf RF News, dass vor fast einer Woche Airbus angekündigt hat, 15.000 Arbeitsplätze zu vernichten?<br /> Uninterssant, weil es gerade so viele Entlassungen gibt, die überall angekündigt werden? Uns Kollegen interessiert es jedenfalls sehr!<br /> Wir fragen uns zur Zeit, ob wir überhaupt ein Druckmittel haben, falls wir jetzt streiken würden. Wirtschaftlich eher nicht, jetzt wo Kurzarbeit läuft...? Aber politisch sehr wohl! Es wäre ein Signal auch an alle anderen!<br /> Viele Kollegen überlegen, jetzt bloß nicht aufzufallen. Als SAT 1 am Werkstor interviewen wollte, sagte man lieber nichts, denn man wolle ja nicht "als erster auf der Liste stehen". Mit der Haltung fängt aber niemand an... Einen Kampf startet man gemeinsam - und beendet ihn gemeinsam! Das schließt den Ausschluss von Maßregelungen ein.<br /> Zur Zeit jagen Zahlen auf Zahlen, wo, wie viele, welcher Bereich usw. Summen stimmen nicht - 1000 mehr, 100 weniger, wen interessiert es? Uns! Denn jede Ziffer ist eine Familie. Um die geht es, nicht um die viel gepriesene Wettbewerbsfähigkeit von Airbus, die gerettet werden müsste...<br /> Diskutieren tun wir Fragen, die unklar sind. Dahinter steckt verborgen, was klar ist: 1. Riesen Sauerei! 2. Es muss gekämpft werden. 3. Mit Corona hat das nichts zu tun! 4. Wir wollen und müssen uns einig werden.<br /> Ihr merkt, alles noch ein bisschen ungeordnet (ok für ein Diskussionsforum, oder?). Wir sind noch im Verarbeitungsprozess, aber der ist hoch spannend! Die meisten von uns waren noch nie in der Situation, dass "betriebsbedingte Kündigungen" drohen und haben keinen Plan B - der zur Zeit ja auch höchst unsicher wäre...
Comment Re: Arbeiterbewegung und -kämpfe
Es reicht nicht, zu sagen: wir zahlen nicht für Eure Krise!<br /> Gestern machten Genossinnen und Genossen der MLPD bei Daimler Untertürkheim einen Einsatz mit der Broschüre „Kapitalismus ist Krise – Wir sind der Fortschritt!“. Viele Kolleginnen und Kollegen sehen, dass der Kapitalismus in der Krise ist. Die meisten stimmen uns zu, dass die Arbeiter die Krise nicht zu verantworten haben und es deshalb nicht sein kann, wenn wir jetzt dafür bluten sollen. <br /> Aber was tun – da gehen die Meinungen auseinander. Einige meinen, da ist die IG Metall bereits dran. Ja, für Autokaufprämie, mit denen die Autokonzerne mit unseren Steuergeldern gepampert werden sollen – so in der neuen Metall-Zeitung. Kein Wort von der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Denn die IG Metall- und Betriebsratsspitzen machen immer mehr die schlechte Geschäftsentwicklungen der Firmen zum Ausgangspunkt, statt die der Arbeiterinteressen. Und deshalb wollen sie sich auch nicht mit dem Kapital anlegen. Das ist aber notwendig – und zwar mit größerer Härte und Geschlossenheit mit unseren Gewerkschaften! <br /> Eine neue Erfahrung war, dass die Arbeitszeitverkürzung auf Kosten der Profite viel ernsthafter, aber auch kontroverser im Betrieb diskutiert wird. „Wer soll das denn bezahlen?“ „Willst Du jetzt den Daimler ruinieren?“ Doch wenn wir fragten, wo die Rekordprofite der letzten 10 Jahren von 102 Mrd Euro (EBIT) hin sind oder auf die Produktivitätssteigerung von 51% (Pro-Kopf-Umsatz) hinwiesen, da wurden manche Kollegen nachdenklich. <br /> Andere finden die Forderung richtig, haben aber Bedenken, ob man das in Krisenzeiten mit Kampf durchsetzen kann. Das verkennt aber, dass die Firmen noch mehr unter Konkurrenzdruck stehen und die Arbeiter brauchen, um schneller und günstiger das zu produzieren, was gerade geht. <br />
Comment Re: Arbeiterbewegung und -kämpfe
Bei VW schrieben vor einem Monat die Werks- VK- Leiter einen Brief an den Vorstand, in dem sie sich "besorgt" zeigten und für eine "gute Markteinführung des Golf 8" eintraten. Leider kein Wort von wirklichen gewerkschaftlichen Forderungen wie eine Arbeitszeitverkürzung mit Lohnausgleich oder für die Übernahme der restlichen Leiharbeiter und der Azubis. Gegen diesen Sozialchauvinismus müssen wir die Gewerkschaften zu Kampforganisationen machen. <br /> Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, von wem die Angriffe ausgehen. Die Ankündigungen der Arbeitsplatzvernichtung nehmen zu. Die Ankündigungen bei ZF und BMW, die Entlassungen bei Sitech (VW- Tochter) in Hannover sind erst ein Anfang. Bei Sitech gab es mutige Kämpfe dagegen: https://www.rf-news.de/2020/kw24/guetertermin-sitech-vw-kollegen-wir-geben-definitiv-nicht-auf-nicht-im-gericht-nicht-auf-der-strasse <br /> Es ist Ausdruck eines hohen Klassenbewusstseins, wenn die TKSE - Kollegen für die Übernahme eines ihrer Kollegen aus der Leiharbeit streiken, diesen Weg müssen wir Arbeiter gehen: https://www.rf-news.de/2020/kw26/kaempferische-entschlossenheit-weitermachen<br /> Bei Diskussionen mit Kollegen zur Einweihung der Lenin- Statue habe ich festgestellt, dass viele Lenin gar nicht kennen oder ein unterschwellig negatives Bild aus den Massenmedien haben. Doch eine sachliche Diskussion war mit allen möglich und sie hatten alle nach den Gesprächen ein objektiveres und positives Bild von Lenin bekommen. Fertig zu werden mit dem Antikommunismus ist entscheidend in der heutigen Zeit, damit aus dem allgemeinen Willen, dass sich etwas ändern muss, eine Klarheit über den Sozialismus wird.
Comment Re: Gib Antikommunismus keine Chance
Hallo Freundi*nnen!<br /> bin durch Zufall auf die Seite "info partisan" gekommen und habe die neue online Seite vom Roten Morgen gesehen. Sehr interessant ist, was hier auf einmal aus der Kiste geholt wird, allem voran die Debatte um die Hauptfrage "Lehre von der Denkweise". Höchst interessant, direkt im Zusammenhang mit der wunderbaren Aufstellung der Lenin Statue. Weltweite Reaktion in den Medien. Und eine interessante Zusammenfassung von Iwan Blagij im Ersten russischen Fernsehen: " Die MLPD .....spielt im politischen Leben des Landes keine bedeutende Rolle. Sie ist zu klein. Aber die "Operation Lenin" macht die Partei weltberühmt. Paßt wie die Faust aus Auge. Ein mächtiger Hieb gegen den Antikommunismus von dieser "kleinen Partei". Zu was diese Partei wirklich fähig ist, wird sich in dieser weltweiten Krisenlage noch sehr viel deutlicher zeigen. Dies jetzt war und ist wahrlich begeisternd! Für sachliche proletarische Streitkultur bin ich immer "offen" gewesen,vom Ende der 1960iger Jahre bis heute mit den Kollegen des Roten Morgen, das gilt!<br /> Liebe Grüße aus Berlin-Siemensstadt
Comment Re: Gib Antikommunismus keine Chance
Ich habe gerade aufmerksam die von Kai angegebene Seite https://rotermorgen.eu/ist-die-mlpd-eine-kommunistische-partei_1/ gelesen. Abgesehen von den immer wieder vor geholten Hetzereien bzw. Verleumdungen ist dort leider nichts neues zu erfahren. Eine offene Diskussion auf Augenhöhe mit der MLPD ist scheinbar nicht gewünscht, stattdessen wird sie wie eine Aussätzige behandelt, mit welcher "aufrichtige Kommunisten" wie auch linke Revisionisten (schon eine merkwürdige Kombination!) nichts zu tun haben wollen. Zwar wird wohlwollend anerkannt, dass in der MLPD durchaus zahlreiche aufrichtige (!) Marxisten aktiv sind (gibt es eigentlich auch unaufrichtige Marxisten?), aber leider dem Blendwerk der Parteileitung auf dem Leim gehen. Im Umkehrschluss sind also viele Mitglieder zwar aufrichtig, aber leider auch viel zu dumm, haben, im Gegensatz zu den hellen Köpfen des Roten Morgens, keine Ahnung vom wirklichen Marxismus-Leninismus.<br /> Ehrlich gesagt sollten diese Behauptungen auch niemanden überraschen, hat doch schon Willy Dickhut im RW 4/5 das Verhalten von Aust, in dessen Geisteshaltung der Rote Morgen auch heute noch arbeitet, entlarvt. Scheinbar haben die verantwortlichen des Roten Morgens diese Demütigung bis heute nicht vergessen.<br /> Wenn die MLPD wirklich so isoliert ist, lediglich eine Art Pseudo-Marxismus-Leninismus betreibt, ja, sogar z.T. in die trotzkistische Ecke gestellt wird, sollte man sich doch die Frage stellen, warum die MLPD die in Deutschland am meisten verfolgte Partei ist, warum ihre Mitglieder immer wieder mit beruflichen Sanktionen bedroht werden, warum es immer wieder zu Angriffen, egal ob verbal oder auch körperlich, gegen Mitglieder und Ständen kommt? Auf diese ja offensichtlichen Tatsachen gibt es beim Roten Morgen keine Antwort!<br />
Comment Re: Fragen von Azubis, Schülern und Studenten und ihre Jugendbewegung
„Irgendeinen Job werde ich schon finden...“<br /> Angesichts fehlender oder ihnen versperrter guter Ausbildungsstellen „trösten“ sich so nicht wenige Jugendliche. Gerade jetzt in Corona-Zeiten und in der „Azubi-Krise“. Das ist ein gefährlicher Trost! Die Berufsausbildung ist eine Weichenstellung für das ganze Leben. Sie bestimmt maßgeblich über Zufriedenheit im Beruf, über Verdienst, über Freundschaft mit Arbeitskollegen...<br /> Inzwischen werden in der reichen BRD 2,1 Millionen junger Leute zwischen 15- 25 Jahren ganz ohne Berufsabschluss gelassen. Pro Jahrgang sind es mehr als 120.000! Vor allem diese Jugendlichen landen bei den Leiharbeitsfirmen und im Niedriglohnsektor. 2018 waren aus der Gruppe ohne Berufsabschluss 17,4% arbeitslos. Mit Berufsabschluss waren „nur“ 3,4% offiziell arbeitslos.<br /> Kein Jugendlicher darf sich ohne Berufsabschluss oder mit einer Schmalspurausbildung abspeisen lassen. Vor allem an die Großbetriebe mit ihrer allseitigeren Berufsausbildung muss die Forderung gestellt werden, dass sie eine Ausbildungsquote von mindestens 10% ihrer Beschäftigten einhalten. Die Konzerne lassen sich gerade mit Millionen Euro „Corona-Hilfe“ füttern. Gleichzeitig bietet das Daimler Werk in Sindelfingen bei 25.000 Beschäftigten gerade einmal 850 Lehrstellen. Also eine Ausbildungsquote von 3,4%!<br /> Jung und Alt müssen gemeinsam offensiv für viel mehr gute Ausbildungsstellen und die feste Übernahme aller Azubis nach der Ausbildung eintreten, vor allem bei den Großbetrieben und erst recht in Krisenzeiten.<br />
Comment Re: Gib Antikommunismus keine Chance
Hallo Rene,<br /> sachliche oder unsachliche Auseinandersetzungen sind meist nicht politisch. Auch wenn es immer wieder heißt "alles ist politisch". Das ist meine Meinung. Ob ich nun meine Wohnung mit roter Tapete oder brauner Tapete ziere ist sicherlich nicht davon abhängig, ob ich Faschist oder Kommunist bin. Also ist das auch keine Frage des Antikommunismus.<br /> Wenn die einen sich über Kinder ärgern, weil die mal laut sind, dann ist das nichts anderes als wenn andere sich über die Erwachsenen ärgern weil die immer so wichtig sein wollen. Auch diese Auseinandersetzung hat keine kommunistische oder antikommunistische Auffassung. Allerdings können Kommunisten und auch Antikommunisten in diesen Auseinandersetzungen das Wort ergreifen, was sicherlich auch wahrnehmbar wäre, in der Art und Weise wie die Auseinandersetzung und mit welchen Argumenten sie geführt wird.<br /> Ich habe einen interessanten Beitrag zum Thema Antikommunismus gefunden:<br /> Antikommunismus von Bernd Faulenbach:<br /> Mit der Ausbreitung des Kommunismus, mit der Diffusion von Ideologien und Bewegungen waren Abstoßungseffekte, d.h. die Entstehung von Gegenideologien und Gegenbewegungen verbunden. Der Beitrag von Bernd Faulenbach behandelt „Antikommunismus” als historische Kategorie. Er thematisiert zunächst seine Entstehung seit 1917, dann werden die Epochen des Antikommunismus dargestellt bis hin zur Auseinandersetzung mit dem Kommunismus seit der Epochenwende 1989-91. Abschließend erörtert er den Forschungsstand und offene Fragen.<br /> https://docupedia.de/zg/Faulenbach_antikommunismus_v1_de_2017<br /> Übrigens wird gerade auf der Seite:<br /> https://rotermorgen.eu/ist-die-mlpd-eine-kommunistische-partei_1/<br /> die Frage diskutiert, ob die MLPD eine kommunistische Partei ist. Dort kommen auch antikommunistische Positionen vor.
Comment Re: Frauen und Familie
Hallo, ich möchte auf Christines Gedanken, wie Frauen lernen können, sich zu wehren, eingehen. Tatsächlich ist es ein erster wichtiger Schritt, Frauen davon zu überzeugen, sich zu organisieren. Eine Courage-Freundin erzählte mir folgendes: "meiner Nachbarin erzähle ich immer wieder vom Frauenverband Courage. Dann sagt sie regelmäßig, das mit Politik, das ist nichts für mich. Jetzt habe ich ihr erzählt, dass wir ein kleines Sommerprogramm für Kinder anbieten um die Mütter in den Ferien zu entlasten. Plötzlich war sie interessiert. Hat sich die Homepage von Courage angeschaut und mich angerufen: "Hör mal, warum hast du mir das nicht gesagt, alles was da steht, das bin ich! Ich will bei euch mitmachen. Und beim Ferienprogramm bin ich auch dabei". Wir wollen mit unserem Sommerprogramm viele neue Frauen für Courage interessieren und gewinnen. Denn eins ist sicher, die sich entwickelnde gesellschaftliche Situation erfordert, dass wir uns zusammen schliessen, bilden, helfen und kämpfen - die vier Säulen von Courage.
Comment Re: Frauen und Familie
Auch ohne Corona ist eine Verkleinerung der Klassen und Reduzierung des Betreuungsschlüssel in Kindergarten und Kitas notwendig (aktuell liegt der Betreuungsschlüssel für Kindergartenkinder bei 12,5 pro Erzieher*in in Baden-Württemberg. Dieser kann jetzt bis Ende des Kindergartenjahres 2020/2021 lt. Verordnung der Landesregierung um 20% überschritten werden). Das ist nicht nur gegenüber den Kindern unverantwortlich, auch für die Erzieher*innen nimmt die Arbeitsbelastung und Gesundheitsgefährdung zu. In einem Beitrag hier im Forum wird richtig gefordert, dass die Forderung nach regelmäßigen Tests zum Thema in Elternbeiräten, im Kollegium, unter Freunden usw. gemacht werden muss und der gemeinsame Kampf von Eltern, Kinder, Jugendlichen und Erzieher*innen und Lehrer*innen organisiert werden muss. Dazu sind die Montagsdemos der richtige Anlaufspunkt zum öffentlichen Austausch und Protest.
Comment Re: Frauen und Familie
Gestern wurde die sogenannte Heidelbergerstudie, die von der Landesregierung Baden-Württemberg in Auftrag gegeben wurde, veröffentlicht. Die Studie basiert auf Tests von 2500 Kindern plus einem Elternteil. Sie soll herausgefunden haben, dass Kinder weniger ansteckend sind als Eltern. Damit begründet jetzt die Landesregierung die Aufnahme des Regelbetriebs von Schulen und Kitas unter Pantemiebedingungen bis Ende Juni. Liest man sich die Verordnung durch, ist darin kaum noch etwas von Gesundheitsschutzmaßnahmen geschweige denn von regelmäßigen und massenhaften Tests von Lehrer*innen, Erzieher*innen und Schüler*innen oder Verkleinerungen der Klassen und Kita-Gruppen, zu lesen. <br /> Der Virologe Christian Drosten bezieht sich in seinem aktuellen Podcast auf eine kürzlich veröffentlichte schwedische Studie. Er sagt „ Weil die Regierung in Schweden weitestgehend auf Schulschließung verzichtete, sei das Ergebnis der skandinavischen Corona-Studie „viel besser als alles, was wir bisher aus anderen Ländern haben“, erklärt Drosten. Die Seroprävalenz von Kindern (0-19 Jahren) liege mit 7,5 Prozent sogar ein Prozent höher als bei der erwachsenen Alterskohorte (20-64 Jahre).“ Er plädiert auf eine regelmäßige massenhaften Testung und dem Einsatz einer Corona-App als wirksamste Methode um eine zweite Welle zu verhindern. Die Corona-App wie sie gestern veröffentlicht wurde, ist auf dem jetzigen Entwicklungstand wohl nicht sehr sinnvoll, die massenhaften Test dafür schon. Ich bin Mutter von zwei kleinen Jungs (4 und 6 Jahre). Ich würde lügen wenn ich sagen würde, ich wäre nicht froh wenn die Jungs nach 3 Monaten endlich wieder in die Kita dürften. Aber unter diesen Voraussetzungen werde ich sie mit einem unguten Gefühl in die Kita schicken .. <br />
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