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Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Hallo allerseits,<br /> einen schönen Sonntagmorgen wünsche ich allen. In der Stuttgarter Ztg. (vielleicht auch in anderen) war am Samstag ein Artikel, dass die Unikliniken in Wuppertal, Harvard u.a. feststellen konnten, dass die Schäden durch Covid-19 vor allem Schäden der Blutgefäße sind.<br /> Auch die Schäden in der Lunge werden durch Mikroembolien ausgelöst. Diese Schäden wiederum lösen starke Entzündungsprozesse aus. So schaukelt sich der Prozess dann weiter hoch.<br /> Leider ist keine Fundstelle für diese Studie genannt. Vielleicht kann ein Mediziner da rankommen.<br />
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
@Maria Deine Kritik, dass Christian Drosten und die führenden Wissenschaftler einen künstlichen Ursprung von vorne herein ausschließen ist nicht richtig. Vielmehr setzen sich viele kompetente Studien mit dieser Frage auseinander. Es wird in der Fachwelt sozusagen heiß diskutiert. Auch Christian Drosten sagt ja, dass ihnen das chinesische Team bei der Spaltstelle zuvor gekommen ist. Die Fakten und Hinweise auf einen "natürlichen" Ursprung sind inzwischen sehr zahlreich und gewichtig. Die alleinige Vermutung eines künstlichen Ursprungs ohne entsprechende Argumente oder Fakten vorzulegen ist inzwischen ziemlich abwegig. So agiert Drosten eben auch, das hat aber nichts mit von vorneherein ausschließen zu tun. Für die Fachwelt ist diese Frage auf diesem Stand eben schon abgearbeitet. <br /> <br /> Wo er einen blinden Fleck hat oder versagt sind die Fragen nach der Ursache, den Hintergründen und dem Zusammenhang mit der Umweltkrise. Es müsste ihm doch auffallen, das die kapitalistische Wirtschaft, die jetzt nach Öffnung ruft, der eigentliche Verursacher immer weiterer Zoonosen und zukünftiger viraler Pandemien ist. Er müsste eigentlich feststellen, genau das kommt in einer weitgehend zerstörten Natur vor, das wäre wissenschaftlich. Allerdings wäre er dann den Posten als Berater der Bundesregierung los.
Comment Re: Die Coronakrise und ihre Folgen
Die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise, verknüpft mit der Coronapandemie hat schon einige wichtige Veränderungen in der Arbeiterklasse und den verschiedenen kleinbürgerlichen Schichten in Gang gesetzt.<br /> Die Lösung von Aufgaben mittels des Internet, oft in der Form des Homeoffice, wurde kurzfristig deutlich ausgeweitet.<br /> Das reicht von techniknahen Wartungsarbeiten, über Bildungsprogramme bis hin eben zur Unterstützung von Physiotherapie oder beispielsweise Bühnenkunst, also Feldern , wo Körperlichkeit in Vordergrund steht und Internet bisher allenfalls informative Aufgaben hatte.<br /> Die Werktätigen, die sich da nicht immer ganz freiwillig qualifiziert haben, werden den Arbeitsstil oft nicht aufgeben,wenn die akute Phase der Weltwirtschaftskrise oder der Coronapandemie vorbei sind – sie sind dann viel mehr als es bisher der Fall war mit den modernsten Produktionsmitteln verbunden und nähern sich dadurch objektiv dem Kern der Arbeiterklasse an.<br /> Die sogenannten Internetriesen generieren gegenwärtig dadurch einen Extraprofit, fordern daher auch wohl weniger drastisch als beispielsweise Automobil- oder Mineralölkonzerne eine Abwälzung der Krisenlasten auf die breiten Massen mittels staatlichen Unterstützung usw. … <br /> Das ist die Situation des Klassengegners.<br /> In der Folge bedeutet diese Entwicklung aber auch, das die Arbeit im und mit dem Internet deutlich an politischen Bedeutung gewinnt. <br /> Dort erreicht man mehr als bisher fortschrittliche Kollegen – und die Möglichkeiten der Organisation über Internet sind noch längs nicht ausgeschöpft.
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Zur Diskussion um Christian Drosten. Er ist ein hervorragender Fachmann im Bereich der Viren und spricht mit verständlicher Sprache und fundierten Informationen. Sein materialistisches Herangehen macht ihn noch nicht zu einem dialektischen Materialisten, wie Maria richtig ausführt. Dazu ist es notwendig, die dialektische Methode nicht nur spontan in seinem Fachgebiet anzuwenden, sondern auch bewusst und allseitig die gesellschaftlichen Faktoren einzubeziehen, die aus einer Pandemie eine gesellschaftliche Krise machen, und es in die Perspektive zu durchdenken. <br /> Rainer erwidert auf Drosten’s „Wir sehen, genau das kommt in der Natur vor" zurecht: „Das kommt in einer deformierten Natur vor“. Diese ist Ergebnis des heutigen Kapitalismus. Drosten’s Aussage bezieht sich auf eine am 11.5. veröffentlichte Entdeckung [1], dass es in Fledermäusen einen natürlich vorkommenden Corona Virus (RmYN02) gibt, der den für den Angriff auf die menschlichen Zellen notwendigen „Spike“ besitzt: Ein Bereich im genetischen Code, der ein Protein produziert, welches auf das Andocken und Eindringen in menschliche Zellen spezialisiert ist. RmYN02 unterscheidet sich jedoch auch erheblich von dem für den Menschen so gefährlichen SARS-CoV-2. Die Möglichkeit einer natürlichen Veränderung vor dem Übertritt auf den Menschen in der Fledermaus bzw. auch nach dem Übertritt im neuen Wirt Mensch ist damit gezeigt. Es widerlegt weiterhin nicht, dass es in menschlichen Zellkulturen in einem Labor passierte. Christian Drosten’s Verbannen dieser Möglichkeit in die „Verschwörungsecke“ ist nicht richtig. <br /> [1] H. Zhou et al, A Novel Bat Coronavirus Closely Related to SARS-CoV-2 Contains Natural Insertions at the S1/S2 Cleavage Site of the Spike Protein, DOI: 10.1016/j.cub.2020.05.023<br />
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Professor Luc Montagnier hat sich um die Entdeckung und Erforschung des HIV verdient gemacht und dafür viel Anerkennung bekommen. Er hat auch zu Recht auf einen möglichen künstlichen Ursprung von HIV aus der Biowaffenforschung des Pentagon hingewiesen, wofür es umfassende Belege gibt. Dies wird heute als Verschwörungstheorie attackiert, um von den tatsächlichen stattgefundenen Versuchen der Biowaffentwicklung abzulenken.<br /> Nun können aber auch materialistisch herangehen Wissenschaftler unter dem Einfluss der bürgerlichen Ideologie zur Pseudowissenschaft abgleiten. So wenn Montagnier in einem Artikel aus dem Jahr 2009 [1] behauptet, dass Gene mittels elektromagnetischer Rauschsignale ihre Erbinformation auf andere Gene übertragen könne. Diese Artikel verstößt in mehrfacher Hinsicht gegen die dialektische Methode, da er die Änderungen von thermischen Fluktuationen durch Proteine gleichsetzt mit der „Sendung von Signalen“. Damit unterstützt er antiwissenschaftliche esoterische Thesen. <br /> Sein Argument des künstlichen Ursprungs von Sars CoV-2 begründet er in den Medien mit „eine partielle Homologie der genetischen Sequenzen zwischen dem neuen Coronavirus und HIV“( CNews, 16.4.2020). Sie basierend auf einer Arbeit [2], die mittlerweile zurückgezogen wurde, weil die Autoren selber einsahen, dass die vier fraglichen Sequenzen, die sie als „Merkmal“ des HIV ansahen, tatsächlich in einer sehr großen Zahl von Organismen vorhanden sind. Die These einer besonderen Gen Ähnlichkeit von Covid 19 und HIV war nicht zu halten. Deshalb ist es notwendig eine allseitige materialistische Untersuchung vorzunehmen. <br /> [1] Luc Montagnier, et al, DOI: 10.1007/s12539-009-0036-7 <br /> [2] Prashant Pradhan et al, DOI: 10.1101/2020.01.30.927871
Comment Re: Die Coronakrise und ihre Folgen
Raus aus Corona – Rein ins Reich der Illusionen?<br /> (1) Gregor Gysi (neuer außenpolitischer Sprecher der Linkspartei) wurde gefragt, wie es nach der Corona-Pandemie weitergehen soll. Er sagte, alle Corona-Gesetze müssten zunächst rückgängig gemacht werden, um dann zu überlegen und neu zu entscheiden, was sinnvoll war und was nicht. Weiter heißt es in seiner Antwort:<br /> „Ich glaube, jetzt hat doch eine Mehrheit begriffen, dass ein Krankenhaus in erster Linie für Gesundheit zu sorgen hat und nicht in erster Linie profitabel sein muss. Die gesamte öffentliche Daseinsvorsorge – Gesundheit, Bildung, Wasser- und Energieversorgung, auch Teile von Kunst und Kultur – rechnet sich nie.“ <br /> „Ist es nicht auch im Sinne der Linken, wenn der Staat sich nun an großen Konzernen beteiligt, wie es in der Krise möglich wurde?“, war dann schon die nächste Frage. „Entscheidend ist“ – lautete diesmal die Antwort: „Wenn wir einem großen Unternehmen helfen, dann immer unter der Bedingung, dass wir am Gewinn beteiligt werden. Der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, bekanntlich kein Linker, hat mir mal gesagt: "Ich verstehe Ihre Regierung nicht. Immer wenn ich den Banken als Ministerpräsident von Luxemburg geholfen habe, war mein Land jahrelang am Gewinn beteiligt." Aber Union und SPD denken, dass wäre Staatssozialismus. Die Commerzbank etwa hat sehr viel Geld in der Finanzkrise vom Bund bekommen – und dann auch noch Wege zur Steuervermeidung gesucht und gefunden! Das ist der Gipfel der Frechheit und darf nicht mehr passieren.“ (siehe ZEIT Online, 17.05.2020)
Comment Re: Die Coronakrise und ihre Folgen
(2) Ich fasse zusammen: Ein Krankenhaus soll für Gesundheit, ein Wasserwerk für Wasser, ein Energieunternehmen für Strom sorgen – nicht aber für Kapitalvermehrung. Und wenn schon Akkumulation des Kapitals, wie bei großen Konzernen offenbar unvermeidlich, dann nur mit Gewinnbeteiligung. Mit anderen Worten: Kapitalismus ja, aber bitte nicht nach den Gesetzen der Politischen Ökonomie. Viel besser wäre doch: Gebrauchswerteorientierung im Diensleistungssektor und Vergesellschaftung der Profite in der Industrie. Und überhaupt: Kapitalismus könnte ja so schön sein, wenn er keiner wäre! Stattdessen lieber menschlich, solidarisch, fair, nachhaltig et cetera. Warum denn nicht?! Zwei Fragen nur scheinen mir offen geblieben: Warum erstens soll das erst nach Corona so kommen – und warum zweitens einen Kapitalismus erhalten, der doch von selbst niemals in sein Gegenteil umschlägt? Außer durch Sturz und Einführung des Sozialismus! Das wäre unrealistisch! – höre ich im Chor die Gegenstimmen. Okay, wenn ihr meint, ist ja schon gut, hab‘ mich vielleicht geirrt. Dann bin ich halt jetzt auch für einen Kapitalismus im Interesse aller! Man will ja kein Spielverderber sein – und unrealistisch schon gar nicht. Oder?<br />
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Ein mir bekannter Arzt schrieb mir:<br /> "Ich möchte auch an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die geplante Covid- 19- Impfung eine komplett neue Kategorie von Impfstoffen darstellt. Es handelt sich bei diesen Impfstoffen um mRNA- bzw. DNA- Bestandteile (= Nukleinsäuren), die Einfluss auf das Erbgut nehmen und ein weitgehend ungekanntes Nebenwirkungsprofil, möglicherweise sogar mit potentieller Lebensgefahr, bergen. Für Menschen wurden solche Impfstoffe glücklicherweise noch nie eingesetzt. Im Rahmen von SARS- 1 (= Ausbruch einer anderen Coronaviruserkrankung 2002, Sterblichkeit damals 10%) versuchte man damals schon, derartige Nukleinsäureimpfstoffe zu entwickeln. Bei den dafür durchgeführten Tierversuchen wurde die Impfung zuerst gut von den Tieren vertragen. Als die geimpften Tiere dann dem SARS- 1- Erreger direkt ausgesetzt wurden (= Challenge- Studie), starben 80% der Versuchstiere an immunologischen Überreaktionen und Entzündungen. Damals wurde der Impfstoff nicht zugelassen. Für Covid 19 wird erneut der Versuch unternommen, diese Art von Impfstoffen salonfähig zu machen. Dieses Mal soll auf Tierversuche jedoch ganz verzichtet werden und der Impfstoff sogleich am Menschen eingesetzt werden. Dies ist in meinen Augen eine komplett unverantwortliche Vorgehensweise. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22536382/ "<br /> <br /> Meine Meinung dazu: die Befürchtungen der Beeinflussung des Erbguts sind unbegründet. RNA als Träger von Informationen ist nicht das gleiche wie DNA, die die Erbinformationen enthält. <br /> Die Frage ist für mich eher, ob es überhaupt gelingt, einen solchen Impfstoff herzustellen und ob nicht die Impfgegner auf eine Propaganda vom bald bevorstehenden Impfstoff hereinfallen.
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
(2) Damit geht er der Taktik der Kanzlerin auf den Leim, im Prinzip alle Forderungen des BDI umzusetzen und sich gleichzeitig besorgt zu zeigen. Dabei zeigen doch besonders die immer wieder auftretenden Masseninfektionen in Flüchtlingsunterkünften, den Schlachtereibetrieben oder der DPD, dass der Gesundheitsschutz hinter den Profitinteressen der Monopole weit zurücksteht. Er kritisiert zwar im Folgenden die Wirtschaft, die versucht den Interpretationsspielraum der Öffnungsregeln für sich auszunutzen und sagt dann auch klar: "Nein, das geht einfach nicht." (ebenda) Damit vermittelt er aber insgesamt, der Staat stünde über den Unternehmen und verbreitet so die Lebenslüge der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Das tut er nicht als Apologet des Kapitalismus, aber objektiv verbreitet er das. Damit muss man sich auseinandersetzen, statt Herr Drosten gleich zum dialektischen Materialisten zu erklären, wie Michael das tendenziell tut. <br /> Diese kleinbürgerliche Vorstellung von der Gesellschaft wirkt allseitig, auch auf die Fragen die er im Bereich der Virologie für untersuchenswert hält. Das meinte ich mit der Kritik, dass er die Möglichkeit, des künstlichen Ursprungs von vorne herein ausschließt. Er verliert kein Wort darüber, wie man das untersuchen könnte. Die neuesten Erkenntnisse sprechen eher für einen natürlichen Ursprung, aber bewiesen ist das nicht. Wenn die führenden Wissenschaftler von vorneherein gar nicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es einen künstlichen Ursprung geben könnte, weil das alles gleich zur Verschwörungstheorie erklärt wird, werden wir diese Frage – zumindest in der momentanen Situation - auch nicht aufklären können. <br /> Viele Grüße, Maria<br />
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
(1) Schön, dass der Beitrag die Diskussion so anregt. Zu euren Kritiken: Mir geht es mitnichten darum, Herr Drosten Kenntnisse und Beiträge in seinem Fachgebiet abzusprechen. Deshalb habe ich ja auch betont, dass der Podcast empfehlenswert und informativ ist. Der Podcast liefert auch viel Munition um das Krisenmanagement der Regierung und den Kapitalismus als Ganzes anzugreifen. Es ist für uns in dem Sinne sogar notwendig, uns damit zu befassen. <br /> Genauso wenig geht es mir um eine pauschale Kritik, wie mir Rudi und Michael unterstellen: Wissenschaftler seien nur Marionetten unter der Diktatur der Monopole. <br /> Aber wir müssen uns doch bewusst machen, dass es keine neutrale Wissenschaft außerhalb des Klassenkampfs gibt. Viele der Naturwissenschaftler kommen ausgehend von einem naturwissenschaftlichem Materialismus in ihren Fachbereichen zu neuen, wichtigen Erkenntnissen, die sich die Arbeiterbewegung auch aneignen und eine Bündnisarbeit entwickeln muss. Aber doch immer in einer kritischen, dialektischen Art und Weise. Mein Hauptpunkt ist, dass Herr Dorsten weitgehend die Regierungspolitik unterstützt. Zu den Lockerungsmaßnahmen sagt er: "Ich glaube, von der Politik ist das sehr gut gemeint gewesen insgesamt. Ich kann an dem, was jetzt an den Lockerungen veröffentlicht ist, schon erkennen, dass man sehr gut ins Detail geschaut hat und das Vorhaben hatte, die Neuinfektionen auch weiterhin stark zu begrenzen. Wir haben das in den Reden der Kanzlerin noch mal gehört. Die auch sehr stark betont hat, dass man das weiter ernst nehmen muss und die davon ausgeht, dass dann, wenn man das ernst nimmt, der Rahmen, der vorgegeben ist, auch dazu geeignet ist, weiter für eine starke Eindämmung der Infektionszahlen zu sorgen." (Chr. Drosten im Podcast Folge 34)
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
@Maria: "Aber so lange sich Herr Drosten nicht zu einer kapitalismuskritischen Haltung durchringen kann, wird er auch relativ blind sein, für den ganzen gesellschaftlichen Aspekt der Sache." Dieser Satz ist mir sauer aufgestoßen, er drückt für mich Überheblichkeit aus. <br /> Ch. Drosten spricht in hervorragender Form dialektisch, historisch und materialistisch als Wissenschaftler über diese komplexe Welt seines speziellen Fachgebietes Viriologie. Und zwar so das auch Laien es gut verstehen können, auch lernen wie komplex das Thema ist. <br /> Diese Beiträge sind universelle Medizin, universeller Impfstoff zum tieferen Verständnis der Welt. Gegen Panikmache und Desinformation von wem auch immer! <br /> Ist denn eine "kapitalismus-kritischen Haltung" einmal da und dann fertig? Schalter umlegen, gut ist? Oder entwickelt sie sich im Laufe von vielen Jahren heraus und weiter? Auch qualitativ? <br /> Was weißt du über seine gesammtgesellschaftliche Haltung? <br /> Mag sein das er noch Illusionen hat, durchaus, aber ein Profiteur oder Verteidiger des Kapitalismus ist er sicher nicht. Und, er posaunt seine Meinung diesbezüglich auch nicht raus, wie andere es tun. Er posaunt ja auch sein Wissen um sein Fachgebiet Viriologie nicht einfach so heraus - eben genau das macht ihn so angenehm.<br />
Comment Re: Die Weltwirtschafts und Finanzkrise und ihre Folgen
Antwort auf Andreas 18.05.2020 18:31 Uhr<br /> Die Finanzkrise ist eine globale Erscheinung. Das Kreditwesen ist Haupthebel, um die Überproduktion und Überspekulation zu beschleunigen, somit auch die Entwicklung der Produktivkräfte und die Ausdehnung des Weltmarkts. Ab einem bestimmten Punkt wird aus dem Widerspruchs zwischen der schrankenlosen Ausdehnung der Produktion und der Spekulation gegenüber der Aufnahmefähigkeit des Weltmarktes der Übergang in die Krise. Früher oder später kommt es dann zur Finanzkrise, weil die die überbordende Spekulation platzen lässt, die Liquidität auflöst, in eine Kreditklemme führt, damit die Zirkulation des Kapitals unterbricht. Die Zentralbanken setzen gegenwärtig über 9 Billionen Euro ein um die Zirkulation des Kapitals aufrecht zu erhalten. Doch das ist keine Garantie für den Erfolg. Argentinien hat angekündigt den Schuldendienst bis 2023 aussetzen um einen Staatsbankrott abzuwenden. Der Verfall der Landeswährung hat die Schulden zudem verteuert. Kommt es zu dieser Unterbrechung in den internationalen Finanzströme werden einige internationale Banken in die Krise gedrückt. Solche Kombinationen von aufkommenden Zahlungsunfähigkeit zur Bedienung der Schulden in Verbindung mit einer Währungskrise haben sich auch in der Türkei oder Brasilien entwickelt. Und nicht nur dort. Beim IWF haben über 90 Staaten schon im März Notkredite beantragt. Auch wenn es den Anschein hat Geld ohne Ende da, trügt dieser Schein. Die aufgekauften Staatsschulden der EZB machen schon 45 Prozent des BIP des Euroraums aus. Die Entwicklung zu Staatsbankrotten, der sicher kommende Zusammenbuch der mit staatlichen Bürgschaften vergebenden Kredite, stellen gegenwärtige Übergang zu einer offen unkontrollierten Finanzkrise in Wechselwirkung mit der Weltwirtschaftskrise da.
Comment Re: Gibt es eine Corona-Hysterie? Kritisch hinterfragen und das SARS-CoV2 und seine Auswirkung dialektisch untersuchen
(Fortsetzung)<br /> <br /> Wenn wir also die Kritik an der bürgerlicher Wissenschaft entwickeln, so müssen wir uns gegen zwei Reaktionen zur Wehr setzen. <br /> <br /> 1. Von der bürgerlichen Seite werden wir selbst als "Verschwörungstheoretiker" angegriffen. Es wird also gefordert, dass wir auf den Boden "der" Wissenschaft zurückkehren.<br /> <br /> 2. Von der kleinbürgerlichen Seite wird unsere Kritik vielleicht positiv aufgenommen, jedoch ausgelegt als generelle Ablehnung von Wissenschaft. Ergebnis ist ein wissenschaftsfeindlicher, subjektivistischer Relativismus, wonach alles und nichts wahr sein könne. Eine Haltung, die sich dann wieder gegen die proletarische Wissenschaft wendet.<br /> <br /> Wir müssen also klar machen, das Wissenschaft ein System der kollektiven Erkenntnisgewinnung, Speicherung und Tradierung ist, dass aber in der bürgerlichen Gesellschaft nur auf Grundlage der bürgerlichen Ideologie betrieben wird. Eine objektive und unabhängige Wissenschaft funktioniert nur auf Grundlage des Interesses der ganzen Menschheit. Das subjektive Interesse der ganzen Menschheit durch Wissenschaft dienen zu wollen, muss als ein wesentliches Prinzip der Wissenschaft anerkannt werden. Die Kommunisten, die die Menschheit auf Grundlage ihrer Interessen als Menschen vereinigen wollen, haben deswegen besonderes wissenschaftliches Vertrauen verdient. <br /> Um diese Erkenntnis müssen wir im Kampf um die Denkweise in der aktuellen Situation ringen im Kampf gegen Wissenschaftshörigkeit und Wissenschaftsrelativismus.
Comment Re: Arbeiterbewegung und -kämpfe
Gestern traf ich einen Freund, der in einem Auto- Riesenwerk arbeitet. Er erzählte mir von früher nicht gekannten Zweifeln an seiner Perspektive in der Firma: "Ich bin jetzt 10 Jahre in der Firma und kriege langsam wirklich Angst. Ich habe vorher bei vielen kleineren Firmen gearbeitet und dachte nun, dass ich hier alt werden kann. Was wenn kaum mehr Leute Autos kaufen? Was wenn die sagen: 10.000 müssen weg? Wer wird das sein?"<br /> Er hat recht, dass die ganzen Vereinbarungen zum Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen alle "Ausstiegsklauseln" enthalten. Bei "Änderung der wirtschaftlichen Grundbedingungen" ist da kein Unternehmen mehr daran gebunden. <br /> Ich sagte ihm, dass man ja die Produktion auch umstellen könnte auf eBikes und andere Bestandteile einer grundsätzlichen Veränderung des ganzen Verkehrssystems - weg vom Verbrennen fossiler Energieträger. Das wird allerdings im Kapitalismus höchstens in Ansätzen gelingen. <br /> Statt Angst vor der Zukunft sollten wir uns in der IGM und in den anderen Gewerkschaften offensive Forderungen überlegen wie die 30h Woche bei vollem Lohnausgleich. Und wir brauchen mehr Diskussionen über die gesellschaftlichen Perspektiven. Was meint ihr?
Comment Re: Gibt es eine Corona-Hysterie? Kritisch hinterfragen und das SARS-CoV2 und seine Auswirkung dialektisch untersuchen
Die Entstehung von Verschwörungsmythen ist eine Reaktion auf die Krise der bürgerlichen Wissenschaften, der bürgerlichen Ideologie und des bürgerlichen Bildungssystems. <br /> <br /> Ich bin mir nicht sicher, ob man aus dieser These einen eigenen Thread machen sollte, darum stelle ich es hier zur Debatte.<br /> <br /> Ich erlebe schon seit einigen Jahren die Zunehmende Ausbreitung von Verschwörungsmythen, vor allem unter sehr einfachen Leuten, Arbeitern und Klein-Unternehmern. Natürlich hat die kleinbürgerliche Intelligenz und die Groß-Bourgeoisie ihre eigenen Mythen. Diese bezeichnen wir bisher als "Lebenslügen" und sie bilden in ihrer Gesamtheit die bürgerliche Ideologie, die man damit gerne als Mythologie bezeichnen könnte. Wesentliche Seiten dieser Mythologie sind das Vertrauen in den Staat als über den Klassen stehende Organisationsform "des ganzen Volkes", der Sozialstaat, der Rechtsstaat usw.<br /> <br /> Mit der zunehmenden Existenznot der Kleinbürger werden sie kritisch gegenüber der bürgerlichen Ideologie. Im Gegensatz zur kleinbürgerlichen Intelligenz, die ja selbst Träger der bürgerlichen Wissenschaften ist, sind viele Kleinbürger aus dem Handwerk, der kleinen Selbstständigen etc. auch nicht so sehr an die bürgerliche Wissenschaft gebunden. <br /> <br /> Da die bürgerlichen Wissenschaften gerade in Krisenzeiten ihre ideologische Färbung durch Unzuverlässigkeit und Willkür preisgeben, verliert sie rapide an Vertrauen. So auch jetzt in der Corona-Pandemie. Gleichzeitig versagt das Bildungssystem darin, wichtige materialistische Erkenntnisse der Wissenschaft unter der Masse der Bevölkerung zu verbreiten und wachzuhalten. <br /> <br /> ....
Comment Re: Gibt es eine Corona-Hysterie? Kritisch hinterfragen und das SARS-CoV2 und seine Auswirkung dialektisch untersuchen
(Fortsetzung von oben)<br /> <br /> Die Entstehung und Verbreitung von Verschwörungsmythen ist eine oppositionelle Reaktion des Kleinbürgertums auf die „Einheitsmythen“ der Großbourgeoisie, die ihre Glaubwürdigkeit verlieren. Zu dieser Einheitsmythologie zählt auch der Mythos von der Wissenschaft, die alles Denken der Menschheit aufnehme, verarbeite und nur die „richtigen“ Gedanken über Unis und Schulen verbreite. Dieser Mythos geriet (zu Recht!) unter Verdacht.<br /> <br /> Doch auf Grundlage der typisch kleinbürgerlichen Deutung der Wirklichkeit auf Basis des Antiautoritarismus ("alles was von oben und von außen kommt ist schlecht"), entwerfen vom kleinbürgerlichen Denken geprägte Menschen ein eigenes Bild von der Welt, das der proletarischen Ideologie in vielerlei Hinsicht nahe kommt. Die Mächtigen und ihr Staat werden in Frage gestellt und angegriffen. Jedoch geschieht dies undialektisch und idealistisch, indem alle bisherige Wissenschaft mitsamt ihrer materialistischen Erkenntnisse negiert wird. Und das betrifft dann natürlich auch die proletarische Wissenschaft. Auch sie wird abgelehnt oder sogar als Instrument der Herrschenden gedeutet. Demnach sei der Kommunismus von Juden oder Freimaurern in die Welt gesetzt und stecke mit Faschismus und Papsttum unter einer Decke usw.. <br /> <br /> Das solche Theorien gerade jetzt ihre Wirkung entfalten, liegt also an der engen Verbundenheit der bürgerlichen Wissenschaft mit der bürgerlichen Gesellschaft als Ganzes, so dass sie von der Krise der letzteren mitgerissen wird. <br />
Comment Re: Gibt es eine Corona-Hysterie? Kritisch hinterfragen und das SARS-CoV2 und seine Auswirkung dialektisch untersuchen
Zu den von Lena aufgeworfenen Fragen: Veröffentlichungen der Mediziner-Plattform im Internationalistischen Bündnis findet jeder Interessierte auf der Webseite des Internationalistischen Bündnisses: www.inter-buendnis.de<br /> Dort sind auch die neueren wöchentlichen Info-Mails der Medizinerplattform hinterlegt: Entweder unter "Plattformen" auf Medizinerplattform clicken, oder gleich in den Browser eingeben:<br /> http://www.inter-buendnis.de/category/internationalistisches-buendnis/plattformen/medizinerplattform/<br /> Wer diese Infomail beziehen will, kann eine Mail an das Interbündnis schicken, die dann an unsere Plattform weitergeleitet wird, und wird dann in den Verteiler aufgenommen. Die Verschickung erfolgt BCC. Ansonsten gebe ich dir recht, dass die Zeit reif ist, dass wir zu Pathophysiologie, Herkunft, Behandlung, Impfprojekte, Krise der bürgerlichen Medizin, Pandemieentwicklung und allgemeine imperialistische Krisenhaftigkeit eine Broschüre erstellen - wissenschaftlich exakt, mit wissenschaftlicher Polemik, allgemein verständlich gemacht durch notwendige Erklärungen und Schaubilder. Wir werden uns als Plattform kurzfristig verständigen, wer bei dieser Aufgabe mit anpackt.<br />
Comment Re: Wie gefährlich ist die Pandemie wirklich?
Ich möchte mich zur Sterblichkeit an Influenza zu Wort melden. Die Sterblichkeit an Influenza, die mit sehr hohen Zahlen angegeben wird, beruhen fast alle nur auf Schätzungen. In meiner 35 jährigen Praxis als Hausarzt ist bei keinem einzigen Patienten bei Sterbefällen im Krankenhaus als Ursache Influenza angegeben worden !!! Das hat zu erst mal nichts damit zu tun, dass ich eine andere Medizin gemacht hätte als andere Hausärzte. Das hat damit zu tun, dass zumindest bis 2015 eine virologische Untersuchung auf Influenza zur üblichen Diagnostik bei Infektionskrankheiten nicht mal in den Kliniken, geschweige denn in der hausärztlichen Praxis gehörte. Die Influenzazahlen scheinen alle aus Hochrechnungen von Gesundheitsämtern und Untersuchungen von Virologen zu stammen.<br /> Trotzdem war es offensichtlich, dass in bestimmten Jahren die Influenza mehr zu geschlagen hat wie in anderen Jahren. Siehe die vielen Toten in Frankreich auch auf Grund der Überlastung des Gesundheitswesens in einem Jahr. Ich habe es geschafft, meine gefährdeten Patienten nahezu jährlich zu impfen (über 800 Patienten) pro Jahr gegen die insgesamt lasche Handhabung der Impfung in der Gesellschaft. Hatte dann nicht mehr den Eindruck, dass in den Grippemonaten mehr Patienten an Infekten starben, wie sonst. Bei Corona haben wir mehr getestete Patienten. Wir haben kein spezifisches Medikament und keinen Impfstoff.
Comment Re: Gibt es eine Corona-Hysterie? Kritisch hinterfragen und das SARS-CoV2 und seine Auswirkung dialektisch untersuchen
Zu dem Beitrag von Lena vom 18.5.:<br /> Ich selber kann zwar ihre Frage nicht beantworten, aber ich teile ihre Kritik, dass auf ihre Frage nicht eingegangen wird. <br /> Wenn das nicht innerhalb weniger Tage geschieht, ist das zwar normal, weil nicht jeder jeden Tag Zeit hat, hier ins Forum zu schauen, aber immerhin hat Lena 14 Tage, sprich: 2 Wochen, gewartet. <br /> Das Nicht-Beantworten von Fragen halte ich für einen unsolidarischen Stil, der einer schöpferische Diskussion entgegen steht. <br /> Und selbst, wenn die Antwort speziell des durch die Fragestellerin Angesprochenen in einem "Ich weiß das nicht" bestehen würde, wäre das doch okay. <br />
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Die Suche nach dem Ursprung oder der Herkunft von SARS-CoV2 hat so ihre Tücken, denn eigentlich handelt es sich ja um eine Entwicklung die zu diesem Virus geführt hat. Die bürgerliche Wissenschaft ist sehr im kausalen Denken gefangen und versteht Entwicklungen, Zusammenhänge und deren Entwicklungsgesetze kaum.<br /> <br /> So wundert es auch nicht wenn der Ursprung von Ebola bis heute unklar ist und so wird es auch mit SARS-CoV2 ausgehen. Christian Drosten ist ein ernsthafter Wissenschaftler und es ist bedeutend wenn er feststellt: "Wir sehen, genau das kommt in der Natur vor." <br /> <br /> Richtigerweise müsste er aber doch sagen, genau das kommt in einer deformierten Natur vor. Darauf deuten alle Studien zu Zoonosen und Epidemien/Pandemien hin. Anstatt Zusammenhänge herzustellen suchen jetzt alle nach dem schuldigen Wildtier oder dem schuldigen Labor. In Afrika wurden vor 40 Jahren Straßen für Tropenholz in den Urwald gebaut von denen aus dann Jäger und Händler die ärmere Bevölkerung mit bushmeat versorgten. In China verkümmert der Genpool und die Lebensgrundlage der Pandabären seit Jahrzehnten, weil sie keine zusammenhängenden Waldgebiete mehr haben. Durch Landwirtschaft und Waldzerstörung blieben nur noch Inseln für sie übrig. Ich finde, die Faktenlage ist nicht schlecht und wird immer besser. Wie gesagt, selber Gedanken machen und nicht warten bis die Experten einen "Ursprung" vermuten gefunden zu haben.
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