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Comment Re: Frauen und Familie
Zu "Eine starke Frau" (1)<br /> Wenn ich das richtig sehe, stammen die Reaktionen auf die Korrespondenz aus Eisenach bisher alle von Frauen. Da will ich mal als Mann auch was dazu schreiben:<br /> <br /> Die Darstellung jenes Ereignisses lässt Interpretationsspielraum zu, aber klar dürfte sein: <br /> Der Mann jener Frau ist aggressiv und seine Wortwahl verrät seine nicht vorhandene Achtung vor seiner Frau. Sein „… Denkst du, du kannst einfach so gehen wie du willst?" verrät, dass er nicht bereit ist zu akzeptieren, dass sie Wert auf ihr Selbstbestimmungsrecht legt. Das verrät Frauenverachtung. <br /> Der Radfahrer verhält sich das erste Mal richtig. Indem er anhält und der Frau Hilfe anbietet. <br /> Die sie nicht will, denn sie will den Fremden schützen, der bereits bedroht wird. Das verrät Menschenverachtung. <br /> Die Frau „ weiß, wozu ihr Mann fähig ist“, schildert der Beobachter. – Woher weiß er das? wird man fragen. Er (sie) kann es nicht wissen, nur vermuten. (… wenn nicht doch Bekanntschaft mit den Beteiligten da sein sollte, wenn auch nur vom Sehen.)<br /> Und wenn sie es weiß, dann ja wohl aus eigenem schmerzlichen Erleben, sei es am eigenen Leib oder aus unmittelbarem Miterleben.<br /> <br />
Comment Re: Frauen und Familie
Also ich weiss nicht. Es gibt in dieser Geschichte so viele Unbekannte, so wenig Information. Wie kann man da sagen "das ist eine starke Frau" und das sozusagen als Moral der Geschichte sehen? Man könnte endlos spekulieren, was da los war. Ist sie daran gewöhnt, so behandelt zu werden und hat es akzeptiert? Hat sie vielleicht etwas sehr Schlimmes getan, worauf der Mann ausflippte?`Behandeln sie sich gegenseitig so unwürdig? Weiss sie nur genau, dass der Mann, wenn sie wieder alleine sind, noch aggressiver wird, wenn sich jetzt jemand anders einmischt? Keine Ahnung. Aber kann ich auf dieser Grundlage sagen, dass sie eine mutige Frau ist und diesen Vorgang so hervorheben? <br /> Ich finde auch, dass der Korrespondent richtig gehandelt hat. Selbst wenn die Frau eigentlich Angst hatte, man kann niemandem helfen, der das nicht will und jede Frau entscheidet selbst, mit wem sie zusammen ist, was sie tut usw. Aber was macht diese Geschichte jetzt zu einer Korrespondenz für rf-news?
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
@Wolfgang Der Ansatzpunkt des Virus sind Zellen mit ACE2 Rezeptoren, also nicht nur Blutgefäße, nicht nur einzelne Organe. Das Virus kann auch in T-Lymphozyten über einen anderen Mechanismus eindringen. Epithelzellen mit ACE2 Rezeptoren sind fast überall im Körper vorhanden, Nasenschleimhaut, Atemwege, Lunge, Blutgefäße innen, Herz, Darmschleimhaut usw.. Dementsprechend auch die vielfältigen Symptome. <br /> <br />
Comment Re: Frauen und Familie
Ich glaube, dass die Korrespondenz aus Eisenach viele nachdenklich gemacht hat. Auch ich habe unter der Überschrift "eine starke Frau" zunächst etwas anderes erwartet. Aber ich finde sie genau richtig. Lag die Stärke dieser Frau nicht gerade darin, dass sie den unbeteiligten, solidarischen Radfahrer schützt? Und sie wird ehrlich gesagt die realistischere Einschätzung über das haben, was ihr vermeintlicher Partner und sein hinzukommender Kollege bereit und in der Lage sind zu tun. Was weiter passiert ist, wie es ihr geht, was vielleicht ihre nächsten Schritte sind – das können wir nur spekulieren. Aber es gibt auch Frauen, die aus Angst vor ihrem Partner sich in einer solchen Situation selbst gegen diejenigen, die helfen wollen wenden. Genau das hat sie nicht getan, sondern denjenigen geschützt und das beeindruckt mich. Es ist möglicherweise keine Geschichte mit Happy End, aber eine starke Frau ist sie auf jeden Fall!
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Hallo Andreas, ich habe Christian Drosten nicht "Postenkleberei"unterstellen wollen, sondern ich wollte darauf hinweisen, dass zu kritische Wissenschaftler oft ihre Posten oder Forschungsaufträge verlieren wenn sie den Herrschenden ein Dorn im Auge sind. Ich bin auch der Meinung, dass einem Virologen doch die Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur auffallen müsste, dass er auch ruhig sagen könnte, dass Viren schon vielmals aus Laboren entkommen sind und es Biowaffenforschung gibt. Er könnte doch auch ruhig sagen, dass die Zukunft der Kinder nicht gerade rosig aussieht, denn es werden noch viele virale Pandemien durch die zerstörte Natur, die Umweltkrise, durch die Machenschaften des internationalen Finanzkapitals und der Bundesregierung auf die nächste Generation zu kommen. Ein Virologe der dialektisch und materialistisch ran geht würde das machen, denke ich mal. Die Bevölkerung müsste doch gerade auch von Wissenschaftlern darüber aufgeklärt und informiert werden. Stattdessen wird der allgemeine Eindruck vermittelt, wir kriegen das schon hin. Der Kapitalismus kriegt es aber eben nicht hin. Statt diesen Zusammenhängen, Hintergründen und Entwicklungen nach zu gehen konzentrieren sich bürgerliche Wissenschaftler auf ihr Fachgebiet, auf Einzelerkenntnisse und einfache kausale Zusammenhänge, die aber objektiv den Kapitalismus als Verursacher aus der Schusslinie nehmen, die wahren Zusammenhänge verschleiern und vielleicht auch dem Ernst der Lage nicht gerecht werden. Die bürgerliche Wissenschaft ist das Problem. <br /> Drosten ist ein guter, ernsthafter Wissenschaftler. Er nimmt gegen Ramelows Öffnungsoffensive Stellung, denkt an die Kinder, macht den Mund auf, spricht verständlich. Das sind große Verdienste und niemand will ihm hier überheblich ans Bein pinkeln. <br /> <br />
Comment Re: Frauen und Familie
Hallo Moderation, wieso lasst ihr denn vier Beiträge hintereinander zu? das ist doch kein Diskussionsforum mehr, sondern schlägt alles tot. Ich wundere mich ohnehin, wie schwach die Diskussion hier entwickelt ist. Gibt es keine Frauenthemen zur Zeit?
Comment Re: Frauen und Familie
(0) Beiträge hier zeigen extreme Belastung von Frauen und Familien durch die Pandemie. Mit gestiegenen Anforderungen in Familie und Arbeit wächst Empörung, Nerven liegen blank, Belastungsproben für Beziehungen und Kinder, Diskussionen, ob Errungenschaften für Frauen aufgehoben werden oder wohin soll das führen? Systemimmanent – ja sicher, aber in welcher Art? Wir sollten hier im Forum und in der Öffentlichkeit mehr über den doppelten Produktionsbegriff diskutieren. Das scheint zwar manchmal etwas kompliziert, finde ich aber wichtig um mithilfe dieser theoretischen Grundlage zu untersuchen und verstehen, was derzeit so elementar aufbricht.<br />
Comment Re: Frauen und Familie
(1) Frauen sind ja nicht nur jetzt mit Vollzeit-Kinderbetreuung „eingesprungen“, sondern waren schon vor Corona tragende Säule in der Organisation des Alltagslebens und mit Berufstätigkeit, Haushalt, Kinder, Pflege schon vorher oft in einer Zerreißprobe. Die bürgerliche Staats- und Familienordnung ist seit Anfang der 70er Jahre in eine chronische Krise geraten und mit der Neuorganisation der internationalen Produktion auch international. Augenfällig wurden jetzt mit Corona „systemrelevante“ typische Frauenberufe und verschärfte Überarbeitung, gesundheitliche Gefährdung von Krankenschwestern, Kassiererinnen, Pflegeberufen und das Problem, wer auf die Kinder aufpasst in der Zeit wenn es die Notbetreuungsgruppen nicht gibt. Doch ihre niedrigen Löhne gab es schon vorher als Ausdruck der doppelten Ausbeutung der werktätigen Frauen. Ungeniert kaufen sich derzeit zwei Chefs von VW mit 4,5 Millionen von ihrem Betrug frei, Geld aus der Ausbeutung der Arbeiter und Arbeiterinnen.<br /> Der doppelte Produktionsbegriff erfasst die Gesamtheit der Beziehungen der Menschen in der Gesellschaft, der Arbeits- und Lebensweise als dialektische Wechselbeziehung. In der Streitschrift „Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau“ heißt es:
Comment Re: Frauen und Familie
(2) „Der Kapitalismus ist die Entwicklungsstufe der Klassengesellschaft, in der die Arbeit die Stufe der maschinellen Großproduktion in Fabriken erreicht. Der Prozeß der Lebensmittelproduktion ist vergesellschaftet, während die Erhaltung und Fortplanzung der Gattung Mensch private Angelegenheit der Familie bleibt.“ (S.17) Das gesellschaftliche Leben ist vollständig dem Prozess der Maximalprofit bringenden Produktion und Reproduktion von Waren unterworfen, also auch der Arbeitskraft als Ware. Die Einzelfamilien bilden wirtschaftliche Grundeinheiten: Ohne Produktion und Reproduktion der Arbeitskraft in den Familien mit Kindern, Ernährung, Wohnung, Erholung, Gesundheitsfürsorge, Bildung und Ausbildung gibt es keine Ausbeutung der Arbeitskraft im Produktionsprozess. Alles geht in der Wert der Arbeitskraft ein. Die bürgerliche Staats- und Familienordnung soll die Produktion und Reproduktion des menschlichen Lebens in der kapitalistischen Gesellschaft gewährleisten. <br /> Aber was ist jetzt eigentlich anders? Hat sich mit den neuen Belastungen auf die Familien infolge der Pandemie die chronische Krise der bürgerlichen Familienordnung nur verschärft? Oder muss man weitergehend davon sprechen, dass der Widerspruch zwischen vergesellschafteter Produktion von Warenauf der einen Seite und privater Lebensorganisation, inklusive Nachwuchssorge und Kindererziehung auf der anderen Seite in eine offene Krise geraten ist? Also das System der doppelten Produktion und seine Funktionsfähigkeit unter kapitalistischen Bedingungen überhaupt und offen in Frage gestellt wird. Wohin entwickelt sich das perspektivisch in Wechselwirkung mit den vielen anderen Krisen und der gesamten Krisenhaftigkeit des imperialistischen Weltsystems?
Comment Re: Frauen und Familie
(3) Krisensituationen sollten auch Entscheidungssituationen sein! <br /> Denken wir weiter, können wir uns eine Gesellschaft vorstellen, in der in jeder Beziehung der Mensch im Mittelpunkt der Produktion und Reproduktion des unmittelbaren Lebens steht, statt Maximalprofit? Als in Singapur die 2. Welle von Corona ausbrach, waren tausende Kinder von Beschäftigten im Gesundheitssektor alleine zuhause und hatte kein Mittagessen, weil Schulen geschlossen blieben. Besitzer und Beschäftigte eines Restaurants, kochten auf Spendenbasis Essen und lieferten es an Kinder nach Hause. Zu Beginn kamen Spenden für 100 Essen zusammen, nach einigen Tagen waren es bereits 5000. Wie wäre eine Gesellschaft die so etwas als allgemeines Prinzip verwirklicht, also gemeinschaftlich, solidarisch die Organisation der Alltagsaufgaben gesellschaftlich organisiert? Eine sozialistische Gesellschaft! Die Krise der bürgerlichen Familienordnung bildet die gesellschaftliche Basis für einen neuen Aufschwung des Kampfs für die Befreiung der Frau. Krisensituationen sollte man nutzten sich zu entscheiden!
Comment Re: Die Weltwirtschafts und Finanzkrise und ihre Folgen
Hallo! Zum Wesen der Überproduktionskrise... heisst es in der ROTEN FAHNE 8:<br /> „Zyklische Überproduktionskrisen haben ihre gesetzmässige Ursache in einer chronischen Überakkumulation des Kapitals, weil die Märkte und die Maximalprofit bringenden Anlagemöglichkeiten mit dem Kapitalwachstum nicht Schritt halten.“ Die Akkumulation ist aber nur die eine Seite. Der REVOLUTIONÄRE WEG 22 zitiert Marx: „Der letzte Grund aller wirklichen Krisen bleibt immer die Armut und Konsumtionsbeschränkung der Massen.“ (S. 29) Und er fasst zusammen: „Die Überproduktion von Waren, die nicht realisiert, das heisst nicht verkauft werden können, hat die Überproduktionskrise zur Folge. Die Krise unterbricht vorübergehend die Überproduktion: Waren werden vernichtet, Produktionsinstrumente zerstört, Löhne herunter gedrückt, Bankrott folgt auf Bankrott usw., bis eine Belebung einsetzt und der Kreislauf von neuem beginnt.“ (S. 30) Im zweiten Teil des von euch zitierten Satzes habt ihr das nur angedeutet: „weil die Märkte nicht Schritt halten“. <br /> Das überakkumulierte Kapital kommt aus der Ausbeutung der Arbeiter, aus der privaten Aneignung der von ihnen geschaffenen Werte. Wieder Marx: „Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Brutalisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol.“ (S. 31) Diese beiden Pole sind ein antagonistischer Widerspruch. Je stärker die Ausbeutung, desto höher die Akkumulation von Kapital. Nur die eine Seite analysieren/betonen, die andere nur nebenbei streifen ist kleinbürgerlich-objektivistisch. Wenn man von diesem kapitalistischen Grundgesetz ausgeht, kann man besser verstehen, warum die Überproduktionskrisen im Kapitalismus immer schärfer werden - unvermeidbar.
Comment Re: Frauen und Familie
Die Diskussion um die Korrespondenz aus Eisenach ist sehr interessant und wichtig. Der Schreiber hat nun eine aufgewühlte Kritik bekommen, deren Gefühle man gut nachvollziehen kann. Dennoch finde ich, dass der Kollege aus Eisenach richtig gehandelt hat. Erst einmal, dass er nicht vorbeigefahren, sondern zurück gekommen ist. Dann, dass er deutlich dokumentiert hat, dass er zu helfen bereit ist. Und schließlich dadurch, dass er respektiert hat, was die Frau sagte. Meiner Meinung nach muss das grundsätzlich maßgeblich sein. Eine einzige Ausnahme ist, wenn sie etwas sagt, aber gleichzeitig deutlich wird, dass sie etwas anderes meint. So genau wie der Kollege beobachtet und geschildert hat, war das hier aber nicht der Fall. Was soll hier Polizei nützen? Die Frau muss ihren Weg finden, sich zu wehren, sich zu trennen - was auch immer. Dabei kann und muss sie Hilfe bekommen, wenn sie möchte. Aber man kann nicht einfach von außen und gegen den erklärten Willen entscheiden und meinen, man weiß es einfach besser. <br /> Ich finde es auch nicht richtig, dem Korrespondenten so moralisierend zu sagen, jetzt müsste ihn sein Gewissen plagen - und dass er sich halt hätte veprügeln lassen müssen. Das ist eine sehr schwierige Situation, in der er sich befand und ich habe großen Respekt davor, wie er sich verhalten hat.
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
@Rainer: "Allerdings wäre er dann den Posten als Berater der Bundesregierung los" Sorry, Dr. Drosten ist lange nicht (mehr) Berater der Regierung, darüber hat er vor ca. 1 Monat bereits in seinem Potcast gesprochen. Da ist dein Satz "Allerdings wäre er dann den Posten als Berater der Bundesregierung los" eine Halbwahrheit und unangebracht. Ganz simpel, ich kann mir gut vorstellen das er gerade eine ganze Menge anderes zu tun hat. <br /> Natürlich hat seine Expertise (bzw. seines Instituts) weiterhin Gewicht, natürlich hören auch Politiker oder deren Zuarbeiter den Potcast. Doch ihm nur halbinformiert "Postenkleberei" zu unterstellen und damit eine Argumentationskette zu unterlegen darf nicht unsere Methode sein.<br /> Und nocheinmal, wir wissen über seine gesellschaftliche Einstellung sehr, sehr wenig. (ich höre seinen Podcast so ziemlich von Anfang an, über 40 Folgen, bin Rentner, habe also die Zeit) Wenn ich so wenig weiß sollte ich doch zumindest vorsichtig sein mit Urteilen, oder? Nein, immer noch, da ist mir zu viel Voreingenommenheit, auch Überheblichkeit drin, das hat oft wenig mit dialektischer Methode zu tun, leider, und irreführend. Kritisch hören ist richtig, keine Frage. Doch eine vorurteilsbelade Betrachtung etwas anderes.<br /> Dr. Drosten hat sehr früh z.B. gesagt das man sich desellschaftlich um die Kinder kümmern muss, sie sind unsere Zukunft, wichtiger als pure Wirtschaft. Er ist ja selber Vater eines Kleinkindes<br />
Comment Re: Die Coronakrise und ihre Folgen
(2/2) Und wie kann diese Unterstützung sichtbar gemacht werden, auf der Straße, auf der Montagsdemo? Wie ein Aerosol in der Luft liegt der Gedanke, den Mundschutz zu beschriften, damit man sich auf einer Kundgebung nicht mehr sprachlos oder gar mundtot fühlen muss: Der Rechtsdemonstrant bekommt seine Deutschlandmaske als Fußball-Fanartikel, der Friedensbewegte trägt eine professionell gefertigte Statementmaske "Gesundheit statt Rüstung!" aus dem Frieko-Webshop. Ja, so geht das! Mein Vorschlag: "+100€" groß und fett auf die Maske malen, dazu vielleicht in kleiner Schrift "Das Leben wird teurer" (oben) und "Der Regelsatz muss rauf!" (unten):<br /> http://www.bremer-montagsdemo.de/712/plus100euro.png<br /> http://www.bremer-montagsdemo.de/712/reden712.htm#712-R<br /> https://www.friedenskooperative.de/shop/mund-und-nasenschutz-gesundheit-statt-ruestung<br /> <br /> Wenn die Menschen allerdings ihr Demo-Material selber machen müssen, schöpfen sie manchmal im Trüben und zeigen sich als Wutbürger; eine Kampagne wird nicht daraus. Der Stopp der Bundesratsinitiative der Länder Berlin, Bremen und Thüringen zeigt aber, dass die Forderung "100 Euro mehr sofort" auf die Straße gehört. Der "Paritätische Wohlfahrtsverband" als Initiator sollte mit einem kleinen Batzen Geld für geeignetes Kampagnenmaterial in Vorleistung gehen, hat wohl jedoch keine Erfahrung darin, Menschen heraus auf die Straße zu rufen. Wie kann die Partei helfen?<br /> https://www.hartziv.org/news/20200518-unsozial-bundesrat-sitzt-corona-zuschlag-auf-hartz-iv-aus.html<br /> https://www.rf-news.de/2020/kw20/fuer-wirksamen-gesundheitsschutz-kampf-dem-krisen-chaos-von-monopolen-und-regierung
Comment Re: Die Coronakrise und ihre Folgen
(1/2) Susanne vom Team der "Roten Fahne" antwortet mir auf eine Zuschrift zum aktualisierten Sofortprogramm der MLPD zur Corona-Krise wie folgt: "Das ZK findet die Sofortforderung für 100 Euro monatlich für Menschen, die auf existenzsichernde Sozialleistungen angewiesen sind, richtig. Das wurde zunächst vernachlässigt. Sie ist aber wiederum zu speziell für das Sofortprogramm. Die Diskussion darüber ist aber sehr wichtig und wir bitten dich, deinen Beitrag ins Diskussionsforum 'Coronakrise=Kapitalismuskrise!' einzubringen."<br /> <br /> Ich hatte kritisiert: "Zum Gesundbleiben gehört ja nicht nur die Corona-Schutzmaske. Dazu gehört tägliche Bewegung, dafür brauche ich halbjährlich neue Laufschuhe. Dazu gehört gesunde Ernährung, aber frisches Obst und Gemüse sind enorm teurer geworden, und man bekommt nicht einmal mehr welke Ware bei der 'Tafel'. Ich brauche mehr Geld! Dann kann ich mir auch Einweg-Mundschutz kaufen. Der ist im Hartz-IV-Regelsatz nicht drin. Deshalb vermisse ich hier die Sofortforderung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, 'allen Menschen, die auf existenzsichernde Sozialleistungen angewiesen sind, einen pauschalen Mehrbedarf von 100 Euro monatlich unbürokratisch zukommen zu lassen'.<br /> http://www.der-paritaetische.de/fachinfo/aufruf-100-euro-mehr-sofort-solidarisch-fuer-sozialen-zusammenhalt-und-gegen-die-krise/<br /> Die 100-Euro-Forderung ist nicht irgendeine. Es steckt bereits erfolgreiche Bündnisbildung dahinter, auch die Bundesweite Montagsdemo hat sich angeschlossen:<br /> http://bundesweite-montagsdemo.de/?p=4514<br /> Doch wird vor Ort nicht eine Unterstützung dieser Forderung unterbleiben, wenn sie nicht durch das Sofortprogramm der Partei gedeckt ist?"
Comment Re: Frauen und Familie
Zuschrift zu dem Beitrag Rote Fahne News-Beitrag "Eine starke Frau unter der Brücke"<br /> diese Korrespondenz hat mich sehr aufgewühlt! Ich war selbst schon mal vor vielen Jahren in einer solchen Situation: Ich kam zufällig dazu, als ein alkoholisierter Ehemann seine Frau auf die Straße verfolgt, angeschrien und misshandelt hatte. Zum Glück kamen dann noch andere Leute dazu und sprachen und schrien auf den aggressiven Typen ein. Der sucht sich dann ausgerechnet einen Bekannten von mir aus, um ihn zu verprügeln und ihm dabei den Unterkiefer zu brechen. Jemand hatte die Polizei gerufen, die Ruhe in die Situation brachte und alle als Zeugen aufschrieb. In dieser Situation war wichtig, dass die Frau nicht allein geblieben war, und die Polizei den Vorgang aktenkundig gemacht hat! Fast ein Jahr später gab es eine Gerichtsverhandlung. Was ist aber die Botschaft der Korrespondenz aus Eisenach? Ich habe lange hin und her überlegt. Hat die Korrespondenz eine Frau oder ein Mann geschrieben? Ich komme zu dem Ergebnis, egal welchen Geschlechts, eine Hilfe besteht auf jeden Fall darin, Passanten auf den Vorfall aufmerksam zu machen und bei bedrohlicher Aggressivität (wie auch in diesem Fall) die Polizei zu holen. So mit Menschen umzugehen, egal ob das der Ehepartner ist oder nicht, geht in Richtung faschistische Menschenverachtung. Bei solchen Typen ist falsche Rücksichtnahme auf die Frau oder Rückzug total falsch. Die kommen erst zu Bewusstsein, wenn ihre Tat öffentlich gemacht wird und sie gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden. Deshalb meine ich, dass diese Geschichte keine vorbildliche ist, v.a. nicht für das Verhalten des (der) Korrespondent. Leider trifft Leider trifft es meistens die schwächere Frauen, aber gerade deshalb muss ein Beobachter konsequent handeln.
Comment Re: Frauen und Familie
Ein Artikel auf Rote Fahne News am 23. Mai - Antwort in neuem Beitrag am 24, Mai<br /> <br /> Eine starke Frau unter der Brücke<br /> Im leichten Frühlingsregen am späten Abend auf dem Weg nach Hause trug sich diese Geschichte zu. Ich fuhr nach einem Videoabend mit dem Fahrrad nach Hause. Etwas in Gedanken fuhr ich an einer jungen Frau vorbei. Eine harte aggressive Männerstimme tönte hinter mir. "Was bildest du dir eigentlich ein! Was glaubst du, wer du bist! Denkst du, du kannst einfach so gehen wie du willst?" Krass. In meinem Kopf arbeitet es fieberhaft. "Das müssen sie selber regeln". "Nein, ich kann sie nicht alleine lassen .." Nach kurzem Zögern blieb ich stehen. Schon tönte es, diesmal an mich gewandt: "Hau ab, das ist meine Frau. Oder willst du eine aufs Maul." Nein, ich kann sie nicht so stehen lassen. Ich drehte um, kurzer Antritt, und ich rollte mit dem Rad in die Senke unter der Brücke zurück, stellte es ab und ging auf sie zu. "Hau ab!" dröhnte es. "Brauchst du Unterstützung?" Sie verneinte. Sorge war in ihren Augen. Nicht Sorge und Angst um sich selber - nein, um mich, den Fremden. Beschwichtigend sprach die auf ihren "Freund" ein. Ich hörte jemanden auf dem Bürgersteig auf der Brücke rennen. Meckie (so habe ich den Namen verstanden) sprang behende die Böschung hinunter und gesellte sich zu seinem Freund. Beide bewegten sich auf mich zu. Mit lautem Gebrüll und Beschimpfungen. "Bitte geh jetzt." Ihre Stimme war fest. Sie weiß, wozu ihr Mann fähig ist. So tat sie. was sie konnte. Weiterhin noch einige beschwichtigende Worte zu ihm. Ohne Hast, ohne Beben. Ich beschloss zu gehen. Einige Meter schob ich, schwang mich dann aufs Rad und fuhr in die Nacht.<br />
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Hallo Reiner,<br /> der Artikel ist auch informativ, aber geht vor allem darauf ein, wie man feststellt, dass die Nieren betroffen sind und wie man das therapieren kann.<br /> Die Studie auf die ich hingewiesen habe, kommt aber zu dem Schluß, dass der Corona-Virus die Blutgefäße angreift und dies zu einer heftigen Reaktion des Immunsystems führt.<br /> Der Ansatzpunkt der Viren ist also nicht das einzelne Organ sondern unser Blutkreislauf. Dies würde erkären warum bei verschiedenen Patienten verschieden Symptome auftauchen.<br /> Aber hier bin ich als Nichtarzt nicht in der Lage zu sagen welche Konsequenzen für eine Therapie gezogen werden muss.
Comment Re: Arbeiterbewegung und -kämpfe
Ich stimme Andreas zu, wenn er fordert, dass wir uns in den Gewerkschaften offensive Forderungen überlegen sollten, beim überlegen darf es aber nicht bleiben. Was im Moment ans Licht der Öffentlichkeit kommt, ist eine nie dagewesene Vernichtung von Arbeitsplätzen mit weitreichenden Folgen für die ganze Gesellschaft. Das müssen wir mit exakten Zahlen für die Betriebe publik machen. Das ist ein Generalangriff auf die Arbeiterinnen und Arbeiter und ihre Familien. Ich denke, wir müssen uns auch überbetrieblich austauschen. So sind die Beschäftigten des Gesundheitswesen Teil dieses Industrieproletariats. Und sie haben sich in den letzten Jahren als kämpferisch erwiesen, denken wir nur an die Streiks für Tarifverträge in Bad Langensalza etc.
Comment Re: Wissenschaftliche Erörterung der Pandemie, ihres Ursprungs und Therapien
Die Wirkung von Covid-19 auf die Blutgefäße wird hier ganz gut erläutert:<br /> <br /> https://healthcare-in-europe.com/de/news/covid-19-niere-als-fruehwarnsystem-fuer-schweren-verlauf.html
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